Schweiz: Brände verursachten Millionenschäden
Schweiz: Mehrere Brände haben in der Schweiz über die Festtage 2008 Millionenschäden angerichtet. In Gossau und in Promasens standen zwei Gewerbebetriebe in Flammen. In Chur musste eine Person mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht werden. Nur selten führten Kerzen in den Weihnachtstagen zu Bränden.
Das Feuer in Gossau im Kanton St. Gallen wurde am Heiligabend, 24. Dezember 2008, gegen 10.30 Uhr von Arbeitern entdeckt, die in einem Teil des Gebäudes an der Gossauer Kühlhausstrasse mit Abbrucharbeiten beschäftigt waren. Im betroffenen Gebäude befinden sich auch Kühlanlagen und Lagerräume für Lebensmittel. Die Löscharbeiten von rund 50 Angehörigen der Ortsfeuerwehr waren laut Mitteilung außerordentlich schwierig, weil der gesamte Gebäudekomplex voll Rauch war. Zudem breiteten sich die Flammen teilweise über das Isolationsmaterial der Außenfassade aus. Zur Bekämpfung des Feuers mussten Teile der Fassade weggerissen werden. Laut Polizei sind die Schäden am Gebäude groß, und auch die eingelagerten Lebensmittel dürften zum Teil verdorben sein. Die Brandursache ist Gegenstand einer Untersuchung.
Im freiburgischen Promasens ging am späten Dienstagabend, 23. Dezember 2008, ein Getreidelager in Flammen auf. Das Gebäude wurde samt mehreren hundert Tonnen Getreide zerstört. Gegen 23.30 Uhr standen mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch am Mittwoch wurde der Brandort von der Feuerwehr noch bewacht. Wegen der Löscharbeiten wurde die Verbindungsstrasse zwischen Promasens und Ecublens vorübergehend gesperrt. Das Schadenausmaß stand vorerst nicht fest und die Brandursache wurde untersucht.
Ein Feuer zerstörte am frühen Donnerstagmorgen, dem 25. Dezember 2008, eine große Liegenschaft mit Wohnungen sowie einem Restaurant in Corgemont im Kanton Bern. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Brand der Liegenschaft war gegen 03.00 Uhr von einer Passantin entdeckt worden. Trotz Grosseinsatz konnte die Feuerwehr nicht verhindern, das Gebäude zerstört wurde. Vorsorglich wurden die Bewohner einer benachbarten Liegenschaft evakuiert. Die Ortsdurchfahrt blieb über Stunden gesperrt. Die Brandursache und die Höhe des entstandenen Sachschadens standen zunächst nicht fest.
Wegen unvorsichtigem Umgang mit Raucherwaren musste eine Person am späten Mittwochabend in Chur mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Spital gebracht werden. Mehrere Zigarettenstummel in einem Kehrichtsack hatten einen Mottbrand verursacht. In Cheseaux-sur-Lausanne griff ein Scheunenbrand am Stephanstag auf ein Wohnhaus über. Die zehn Bewohner des Hauses blieben unverletzt und kamen bei Nachbarn und der Familie unter. Hoher Sachschaden entstand bei Bränden von Einfamilienhäusern in Silvaplana und Les Breuleux.
Glück im Unglück hatte der Mieter einer Wohnung im Weiler Oberdorf bei Braunau (TG). Nachbarn weckten den Mann und er konnte sich vor einem Brand in Sicherheit bringen. Hohen Sachschaden verursachte zudem ein Brand in einem Ladenlokal in Einsiedeln. Das Feuer war aus zunächst unbekannten Gründen am Weihnachtstag im Bereich der Verkaufstheke ausgebrochen. Ein brennender Adventskranz führte am Heiligabend zu einem Brand in einem Optikergeschäft in Heiden (AR). Ein Anwohner konnte das Feuer aber löschen. In Muttenz (BL) brannte zudem ein Porsche.
