Technisch

D: Pkw-Lenkerin nach Frontalcrash mit Gefahrgut-Lkw eingeklemmt

Herdecke (Deutschland): Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Nachmittag des 5. Jänner 2009 gegen 15:35 Uhr auf der Wetterstraße. Hierbei wurde eine 22-jährige Herdeckerin schwer verletzt…

… und musste von der Herdecker Feuerwehr aus dem Fahrzeug mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
Auf Höhe der „Klippen“ kam die 22- jährige in Fahrtrichtung Wetter offenbar mit ihrem Toyota Corola aufgrund der Schneeglätte ins Schleudern und stieß mit einem entgegenkommenden 40 Tonnen Sattelzug der Marke Volvo frontal zusammen. Der Lkw prallte an dem in Richtung Herdecke fahrenden Lkw ab und kam im rechten Straßengraben zum Stehen. Die Front des Pkws war stark deformiert. Bei dem Zusammenstoß zog sich die 22-Jährige schwere Verletzungen zu. Vor Ort wurde sie vom Rettungsdienstteam und Notarzt behandelt. Die alarmierte Feuerwehr, die mit einem Rüstzug ausgerückt war, sicherte die enge Einsatzstelle und unterstützte die medizinischen Maßnahmen.

Um das Unfallopfer „patientenorientiert“ retten zu können, wurde das Dach des Kleinwagens mit der hydraulischen Schere der Feuerwehr abgenommen. „Hier ist nicht die Zeit relevant, sondern das so wenig Erschütterungen wie möglich am Fahrzeug entstehen“, bericht der anwesende Feuerwehrsprecher Christian Arndt. Nachdem das Dach abgenommen war, wurde die junge Frau auf eine „Vakuumatratze“ umgelagert. Anschließend wurde die Patientin mit einem Rettungswagen ins Unfallkrankenhaus „Bergmannsheil“ Bochum gebracht. Der 52-jährige LKW-Fahrer aus Belgien blieb bei dem heftigen Unfall unverletzt.

Da es sich um einen um einen Lkw mit Gefahrgut handelte, kontrollierte ein Trupp unter Atemschutz die Ladung. Solche Lkws sind an einer orangenen Warntafel zu erkennen. Die Verpackungseinheiten waren zum Glück unbeschädigt. Der Sattelzug hatte Butanol geladen: „Butanol gehört zu de Gruppen der Alkohole, ist farblos, flüssig und kann beim Einatmen und Verschlucken gesundheitsschädlich wirken. Der Flammpunkt liegt bei etwa 35 Grad“, erläutert Christian Arndt. Da keine Beschädigung vorlag, konnte der Lastwagen unter Eskortierung durch zwei Feuerwehrfahrzeuge seinen Weg zum hiesigen Dörken-Werk fortsetzen.

Die Feuerwehr Herdecke unterstütze anschließend die Polizei bei der Unfallaufnahme und leuchtete die Unfallstelle aus. Die Wetterstraße war für drei Stunden komplett gesperrt. Die 25 ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Herdecke waren mit drei Fahrzeugen im Einsatz. Ebenfalls waren ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungswagen sowie die Schutzpolizei im Einsatz.

Feuerwehr Herdecke

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