Sbg: Bekleidungsumstieg -> 10.000 neue Jacken für Salzburgs Fw-Leute?

Salzburg: Salzburgs 10.000 freiwillige Feuerwehrmänner und Frauen sollen neue Jacken bekommen. Preis pro Stück: etwa 250 Euro. Die Salzburger Nachrichten berichten per 10. Februar 2009.
Die Anfrage komme zu früh. Es gebe noch keinerlei Beschlüsse. Das sei erst Anfang März der Fall. „Wir überlegen derzeit. So viel kann man sagen. Grundsätzlich geht der Weg dorthin.“
Salzburgs Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer will sich mit dem Thema wenige Monate vor seiner Pensionierung nicht durch voreilige Meldungen die Zunge verbrennen. Deshalb ist er mit Details zurückhaltend.
Fakt ist dennoch: Die 9781 Männer und 278 Frauen bei den 119 freiwilligen Feuerwehren in Stadt und Land, sollen neue Einsatzjacken bekommen. Sandfarben. Das Stück kostet rund 250 Euro. Dazu kommt, um eine einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, auch jeweils eine Hose. Preis: rund 200 Euro.
Der Grund dafür ist nicht vordergründig ein optischer. Es geht vor allem um die Sicherheit. Die alten, in leuchtendem Orange gehaltenen Jacken, die bei vielen Feuerwehren langsam, aber sicher in die Jahre kommen, gibt es nicht mehr auf dem Markt. Sie haben einen Schutzwert von 20 KW (Level 1 der Hitzeschutzklasse). Die neuen Jacken und Hosen bringen es auf 40 KW (Level 2), also auf den doppelten Schutz. KW steht in diesem Zusammenhang für Hitze abweisend.
Die Wahl der Farbe entspricht internationalen Vorbildern. Vor allem in den USA und in Großbritannien sind „Firefighters“ an diesem Farbton zu erkennen.

So soll das Erscheinungsbild der neuen Bekleidung sein – hier im Bild die der Linzer Berufsfeuerwehr.
Die Investition teilt sich auf 119 Gemeinden auf. Die Kommunen sind für die Ausstattung ihrer Feuerwehren zuständig. Saalfelden, hat mit 220 Freiwilligen die meisten aktiven Feuerwehrmänner.
Landesfeuerwehrkommandant Brandauer: „Wenn der Beschluss zu einer generellen Umstellung kommt, dann wird die komplette Umsetzung fünf Jahre in Anspruch nehmen. Niemand soll zwangsbeglückt werden. Wo erst vor Kurzem neue Jacken angeschafft wurden, dauert die Umstellung länger.“
Die letzten Jacken wurden vor drei Jahren gekauft. Umgestellt wird auf jeden Fall, weil für die Feuerwehren eine neue Europanorm gilt. Die wesentlichen Unterschiede sind die Einführung von zwei Leistungsstufen der Bekleidung: 1 ist niedrige Stufe und 2 höhere Stufe. Zudem wurden die Größentabellen geändert. Das heißt, die Jacke ist beispielsweise im Rückenbereich kürzer und damit besser zu tragen.
Wenn Brandauer von einer Umstellungsphase von mehreren Jahren spricht, heißt dass aber auch, dass so manche Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann farblich mit starkem Kontrast ausrückt. Mit sandfarbener Jacke und blauer oder grüner Hose. Die derzeitigen roten Jacken entsprechen zwar den neuen Anforderungen der europäischen Norm, sie werden allerdings nicht mehr hergestellt.
Die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr in Hallein haben bereits ein Jahr lang verschiedene Modelle getestet und sich für das einer Salzburger Firma entschieden.
Die Uniformen wurden bei zahlreichen Einsätzen, aber auch auf der Atemschutzübungsstrecke auf die Probe gestellt. Die beste und sicherste wurde ausgewählt und nach den Anforderungen der Feuerwehrleute eigens zusammengestellt. „Die neuen Uniformen kosten nicht mehr als die alten“, betonte Ortsfeuerwehrkommandant Otto Miller. „Die bisherigen Uniformen sind 13, 14 Jahre alt. Es wird Zeit für neue.“ 130 Stück sollen bestellt werden. Damit wird allerdings noch gewartet – zumindest solange, bis der offizielle Beschluss Anfang März gefällt wird.
Der Halleiner Bürgermeister Christian Stöckl (ÖVP) sagte den SN, für die neuen Uniformen werde es eine Förderung geben. Zwei Drittel der Kosten müsse die Stadtgemeinde bezahlen. „Das Geld ist im Budget vorgesehen. Ich stehe dazu, dass die Männer eine sichere Ausrüstung bekommen.“
