Nö: Einsatzübung: „Personenrettung aus Kanalschacht“ in Wampersdorf
Wampersdorf (Nö): Am Dienstag, dem 3. März 2009, fand die erste Zugsübung im Jahr 2009 statt. Übungsannahme war die Rettung einer verletzen Person aus einem Kanalschacht, der zusätzlich belüftet werden muss.
Nachdem zu diesem Thema im Vorjahr eine Schulung bzw. Unterweisung stattgefunden hatte, war es dann am 3. März endlich so weit. In der Raiffeisensiedlung waren die optimalen Bedingungen für diese Übung gegeben. Nachdem die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet war, wurde der Kanalschacht geöffnet.

Da in ländlichen Gebieten mit Gasen in Kanalschächten gerechnet werden muss, wurde der Kanalschacht mit dem Hochleistungslüfter und dem dafür vorgesehenen Aufsatz belüftet. Da Gase in der Regel schwerer sind als Luft und sich am Boden sammeln, ist diese Maßnahme speziell in der Anfangsphase des Einsatzes sehr wichtig.
Anschließend wurden zwei Steckleiternteile mit dem Verbindungsstück so verbunden, dass ein „Dreibein“ entstand. Um die Standfestigkeit dieses „Dreibeins“ zu erhöhen, wurden die Leiternteile mit einem Zurrgurt gesichert.

Mit Hilfe von zwei Umlenkrollen wurde ein Flaschenzug direkt am Verbindungsstück der Steckleiter befestigt.
Nachdem ein Kamerad den Feuerwehrauffanggurt angelegt hatte, wurde dieser am Flaschenzug befestigt und auf Zug gebracht. Dieser konnte jetzt problemlos zur verletzten Person abgeseilt werden. Aufgrund des geringen Durchmessers der Kanalschachtöffnung, konnte kein Atemschutzgerät angelegt werden, daher wurde dieses parallel abgeseilt.

Die verletzte Person wurde mittels Dreiecksschlinge gesichert und aus dem Kanalschacht gezogen und so aus ihrer misslichen Lage befreit. Weiters wurden noch andere Rettungsmöglichkeiten besprochen, welche durchaus interessante Ansätze beinhalteten.
Nach einer Übungsbesprechung und einigen neuen Erkenntnissen konnte wieder ins Feuerwehrhaus eingerückt werden, wo noch eine kleine Tragkraftspritzenschulung wartete.
