Tirol: Mehrtägiger Einsatz bei Waldbrand im Schönalmgraben

Tirol: Ein Brand im Schönalmgraben in der Hinterriss ist am Nachmittag des 7. April 2009 aus bisher noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 16:25 Uhr.
Nach kurzer Erkundung durch den Kommandanten der Ortsfeuerwehr Hinterriss, Manfred Reindl, war klar, dass es sich hierbei um ein größeres Ereignis handelt. Im Bereich von ca. 2 ha brannte die Wiese mit vereinzelt stehenden Bäumen.

Das Gelände im Gemeindegebiet von Eben am Achensee war nur zu Fuß – und auch das nur erschwert – oder aus der Luft zu erreichen. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass einerseits weitere Feuerwehren nachalarmiert wurden, andererseits aber auch Hubschrauber zu Löschunterstützung angefordert
wurden.

Gegen 17:00 Uhr standen so sechs Feuerwehren mit insgesamt 80 Personen im Einsatz. Mit dabei war auch die Feuerwehr Lenggries, der Nachbargemeinde von Hinterriss in Deutschland. Es hat sich wieder einmal bewiesen, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit klaglos und perfekt funktioniert.
Das Feuer wurde über den Landweg mit Feuerpatschen und aus der Luft mit Wasser bekämpft. Vier Hubschrauber, Christopherus 1, Polizei und zwei Fluggeräte des Bundesheeres leisteten insgesamt 48 Flugbewegungen. Gegen 20:00 musste der Einsatz der Hubschrauber wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Auch die Fußmannschaften wurden um diese Zeit aus dem unwegsamen Gelände zurückgenommen.

Am Mittwoch, 8. April um 06:30, wurde der Einsatz mit der Erkundung der Lage fortgesetzt. Entgegen ersten Meldungen wurde festgestellt, dass sich das Feuer über Nacht weiter ausgebreitet hat. Sofort wurde die Brandbekämpfung mit vier Hubschraubern und mit einer großen Bodenmannschaft wieder aufgenommen. Bei 170 Flugbewegungen wurden über 90.000 l Wasser an die Brandstelle geflogen. Mittlerweile hatte sich das Feuer auf eine Fläche von ca. 12 ha ausgebreitet. Das Wasser wurde – wie auch schon am Vortag – mittels Pumpen aus dem Rissbach entnommen.

Der massive Löschangriff zeigte am Nachmittag Erfolg. Der Brand konnte weitgehend eingedämmt werden. Am Mittwoch Abend war die Feuerwehr Hinterriss immer noch im Gelände, um
einzelne Glutnester abzulöschen. Es konnte noch immer nict ‚Feuer aus‘ gegeben werden.
Bei einer weiteren Erkundung der Lage wird am Donnerstag, 9. April, am Morgen über die weiteren noch notwendigen Einsatzmaßnahmen entschieden werden.
Bezirks-Feuerwehrverband Schwaz
Bericht der Feuerwehr Schwaz:
Am späten Nachmittag brach im Hinterriß/ Eng ein Waldbrand aus. Das Feuer breitete sich in unwegsamen Gelände rasch aus, sodass am Abend eine größere Fläche in Flammen stand.
Die Leitstelle Tirol löste für die Feuerwehren der Region Großalarm aus. Weil die Hinterriß nur über deutsches Staatsgebiet zugänglich ist, stehen auch deutsche Feuerwehren im Einsatz.
Die Feuerwehr Schwaz rückte mit mehreren Flughelfern sowie dem Abrollbehälter Flugeinsatz aus. Um rasch Personal und Material an die Einsatzstelle zu bringen, landeten die Hubschrauber Christophorus 1 sowie die Libelle am Vorplatz des neuen Feuerwehr – Gerätehauses.

Bis Sonnenuntergang konnte der Brand großteils unter Kontrolle gebracht werden. Am Mittwoch werden die Löscharbeiten bei Tagesanbruch fortgesetzt. Dazu stehen zwei Hubschrauber des Bundesheeres sowie die Libelle im Einsatz. Die Löscharbeiten werden vorraussichtlich noch den ganzen Tag andauern.

Auch am Donnerstag musste nochmals gelöscht werden. Unter mehreren Bäumen hatten sich Glutnester gebildet, um diese abzulöschen wurden neuerlich Flughelfer der FF Schwaz eingeflogen und gemeinsam mit der FF Hinterriß und Eben/Achensee Wasser an die Brandstellen zu fliegen.
