Deutschland: Feuerwehrflugzeug auf fliegender Waldbrandwache

Lüneburg (Deutschland): Auf Anweisung der Polizeidirektion Lüneburg wird der Feuerwehr-Flugdienst seine Tätigkeit am Freitag, den 17.04.2009, ab 12.00 Uhr aufnehmen. Hintergrund ist die andauernde Frühjahrswärme und die bisher ausbleibenden größeren Niederschlagsmengen.
Die sich weiter abzeichnende Trockenheit lässt die Brandgefahr in Heide-, Moor- und Waldgebieten erheblich ansteigen. Aktuell gilt für das kommende Wochenende die höchste Waldbrandstufe 5 für ganz Nordost-Niedersachsen. Es wird das Flugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes aus Peine für die Bereiche der Polizeidirektion Lüneburg eingesetzt.

Die Gefahr, die von achtlos aus dem Auto geworfenen
Zigarettenkippen oder Glasflaschen ausgeht, wird besonders häufig unterschätzt – oft beginnen Waldbrände vom Straßenrand aus. Es ist auch darauf zu achten, dass Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras oder Heide geparkt werden dürfen. Vielfach sind Brände auch durch spielende Kinder entstanden. Erwachsene sollten den Nachwuchs deshalb rechtzeitig über das besondere Risiko aufklären. Beim Parken am Waldrand müssen generell die Wege und Zufahrten freigehalten werden, um im Notfall den Löschfahrzeugen ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen. Jeder Waldbesucher ist verpflichtet, Waldbrände zu verhüten und zu bekämpfen. Scheint der eigene Löschversuch erfolglos oder von vornherein aussichtslos, so muss umgehend die Polizei, Feuerwehr oder die nächste Forstdienststelle informiert werden. Waldbrände vernichten nicht nur den Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, sondern auch unseren Erholungsraum. Außerdem sind die finanziellen Schäden oft beträchtlich und bewegen sich alljährlich bundesweit in Millionenhöhe.
Der Feuerwehrflugdienst Niedersachsen:
Der Feuerwehr Flugdienst überfliegt in Zeiten mit erhöhter Waldbrandgefahr die Wald-, Heide-, Moor- und Ödflächen des Landes Niedersachsen. So werden Flächen in der Größenordnung von bis zu 150.000 qkm abgeflogen und auf Brände beobachtet. Durch die Luftüberwachung können frühzeitig Waldbrände entdeckt und an die Leitstellen gemeldet werden, um die alarmierten Kräfte mit Ihren Tanklöschfahrzeugen einzuweisen.

Die Überwachungsflugzeuge sind an den drei Luftstützpunkten
• Damme (LK Vechta),
• Lüneburg (LK Lüneburg)
• und Peine (LK Peine)
stationiert. Zur Besatzung gehören neben dem Piloten gut ausgebildete Beobachter der Feuerwehr und der Forstverwaltungen.
Seit über 40 Jahren ist der Feuerwehr Flugdienst eine Einrichtung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen e.V. und in seiner Form der Waldbrandfrüherkennung eine einmalige Einrichtung in Deutschland. Durch das System der Waldbrandüberwachung konnten in den Jahren des Bestehens des Feuerwehrflugdienstes viele Schäden von unseren Wäldern und somit auch für die Allgemeinheit abgewendet werden.
