Brand

Bayern: Zwei Verletzte bei zwei Wohnungsbränden in München

München (Bayern): Ein aufmerksamer Nachbar aus einem sechsgeschossigen Wohnhaus stellte am Nachmittag des 5. Juni 2009 eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung fest und alarmierte die Feuerwehr. Da der ca. 45 Jahre alte Nachbar über einen Wohnungsschlüssel verfügt, öffnete er die Eingangstüre und wollte eigene Löschversuche unternehmen.

Aufgrund der stark fortgeschrittenen Rauchentwicklung in der zweigeschossigen, ca. 100 m² großen Wohnung musste er sein Vorhaben abbrechen. Die Beamten der Feuerwache Schwabing brachten vor dem Betreten der Brandwohnung an der Eingangstüre einen Rauchvorhang an. In Kombination mit einer Überdruckbelüftung des Treppenraumes konnte durch die Feuerwehr eine Rauchausbreitung dorthin verhindert werden. Mit diesen Maßnahmen konnte eine erhebliche Schadenausbreitung in diesen Gebäudeteil erfolgreich unterbunden werden.

Die Einsatzkräfte drangen sowohl über die Wohnungstüre als auch über eine Drehleiter in die im 3. und 4. Obergeschoss gelegene Wohnung ein. In der Folge dessen konnte der Brand in einem Schlafzimmer schnell gelöscht werden. Durch Brandrauch und Rußniederschlag ist die Wohnung unbewohnbar. Bewohner waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung. Andere Hausbewohner waren zu keiner Zeit in Gefahr. Der Nachbar, der geringe Mengen Brandrauch eingeatmet hatte, wurde durch Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr ambulant behandelt. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 100.000 Euro.

Zwei Leichtverletzte bei Brand in Schlafzimmer: Der Brand im Erdgeschossschlafzimmer eines Zweifamilienhauses weckte am 5. Juni 2009 (Alarmzeit 23.33 Uhr) eine 73-jährige Frau unsanft aus ihrem Schlaf. Durch den Brandgeruch wurde der, im ersten Obergeschoss schlafende, 50-jährige Sohn geweckt. Geistesgegenwärtig brachte er seine Mutter in Sicherheit und unternahm sofort erste, allerdings erfolglose Löschversuche mit einem Pulverlöscher. Einsatzkräfte der Feuerwehr München drangen mit schwerem Atemschutz und einem C-Rohr in das Haus ein und löschten den Brand zügig ab. Mittels eines Lüfters entrauchten sie die verrauchten Bereiche. Dabei fanden sie noch einen Schäferhund, den sie ins Freie brachten und versorgten.

Rettungsdienstpersonal und die Besatzung des Notarztteams Süd behandelten die beiden Bewohner aufgrund einer Rauchgasinhalation und transportierten sie in eine Münchner Klinik zur weiteren Behandlung. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, das zuständige Kommissariat ermittelt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf 20.000 Euro.

Berufsfeuerwehr München

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