Nö: Mehrere Einsätze der Feuerwehr Korneuburg Stadt
Korneuburg (Nö): Als am 28.06.2009 um 17:02 Uhr die Pager der Korneuburger Feuerwehrmitglieder das erste Mal anschlugen, ahnte niemand, was die Einsatzkräfte noch alles erwarten sollte.
Chronologie der Ereignisse am 28.06.2009:
Verkehrsunfälle:
17:02 Uhr, A22 Richtungsfahrbahn Wien, Höhe Einlaufbauwerk
Ein Verkehrsunfall hatte sich auf der A22 in der Kurve in Höhe des Einlaufbauwerks ereignet. Kurz darauf rückten KDO 1, TANK 1 und RÜST 3 zur Unfallstelle aus. Die Anfahrt wurde wieder durch den Rückstau erschwert, der bis zur Autobahnauffahrt Ost reichte. Vor Ort wurde die Fahrbahn gereinigt, ein Unfallfahrzeug geborgen und ins FF-Haus überstellt. Externen Quellen zufolge war der Unfalllenker verletzt uns musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Während der Bergungsarbeiten verletzte sich ein Kamerad am Fuß und musste ins Landesklinikum Korneuburg gebracht werden.

19:12 Uhr, A22 Richtungsfahrbahn Wien, Höhe AGIP-Tankstelle
Aus unbekannter Ursache hatte sich wieder in Verkehrsunfall ereignet, ein Fahrzeug war in den Fahrbahnteiler der Raststation Korneuburg („AGIP Tankstelle“) gekracht. Die Einsatzkräfte, welche vorher beim Einkaufszentrum eingesetzt waren, wurden auf die Autobahn beordert. Die Fahrzeuginsassen waren laut Rettungsdienst unbekannten Grades verletzt und mussten ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem der Brandschutz sichergestellt war, reinigte die Feuerwehr die Fahrbahn und verbrachte das Unfallfahrzeug zum Abstellplatz beim Feuerwehrhaus.
Brandeinsätze:
17:54 Uhr, Laaerstraße 79, Einkaufszentrum Korneuburg („Eurospar“)
Die Feuerwehrmitglieder waren bereits im Begriff wieder die Privatkleidung anzuziehen, als erneut “ Florian Stockerau alarmierte. Im Einkaufszentrum Korneuburg hatte ein Brandmelder angeschlagen. Unverzüglich rückten zwei Fahrzeuge mit 12 Mitgliedern aus; eine Gefährdung konnte allerdings nicht festgestellt werden (Fehl-bzw. Täuschungsalarm).
19:02 Uhr, Laaerstraße 79, Einkaufszentrum Korneuburg („Eurospar“)
Während die Einsatzkräfte die Überflutungsgefahr bannten, fuhren das KDO 1 und in weiterer Folge das zweite Tanklöschfahrzeug die Einsatzadresse beim Einkaufszentrum an. Nachdem erneut keine Gefährdung festgestellt werden konnte, informierte die Einsatzleitung den Brandschutzbeauftragten und schaltete die Brandmeldergruppe ab, um weitere Fehlalarme zu verhindern.

19:30 Uhr, KELLERBRAND Fischerzeile
Die Einsatzkräfte des ersten Tanklöschfahrzeuges waren mit den Auspumparbeiten in der Fischerzeile beschäftigt, als ein Anrainer den Gruppenkommandanten in Kenntnis setzte, dass es im Heizkeller seines Reihenhauses zu einer Verrauchung gekommen war. Sofort wurden die Pumparbeiten unterbrochen, ein Trupp rüstete sich mit umluftunabhängigen Atemschutz aus und nahm sofort eine C-Löschleitung vor. Umgehend wurden alle im Einsatz stehenden Feuerwehrkräfte von dem Schadensereignis in Kenntnis gesetzt und die Feuerwehr Bisamberg über „Florian Stockerau“ alarmiert. Um dem Brand bzw. dem Umstand, dass noch ein anderer Einsatz zu bewältigen war, mit entsprechend vielen Einsatzkräften entgegenzuwirken, wurde in Korneuburg um 19:37 Uhr Sirenenalarm ausgelöst. Im Minutentakt trafen Kommando-Voraus, Drehleiter und das dritte Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Kommandant-Stv. OBI Martin Peterl übernahm die Gesamteinsatzleitung. Als Brandausbruchstelle konnte das Steuerungsgerät der Heizanlage ausgemacht werden – der Brand wurde sofort mit dem C-Hohlstrahlrohr abgelöscht. Erschwerend im Innenangriff kam hinzu, dass der Keller selbst ca. 30cm überflutet war. Beim Vorgehen über die nasse Kellertreppe stürzte ein Mitglied des Atemschutztrupps und musste ebenfalls ins Krankenhaus Korneuburg eingeliefert werden. Nachdem die Aufräumarbeiten auf der Autobahn beendet waren, konnte auch diese Einsatzkräfte die Einsatzstelle „Fischerzeile“ anfahren. Die Feuerwehr Bisamberg, welche mit drei Fahrzeugen und 24 Mann angerückt war, löste den Atemschutztrupp Korneuburg ab und führte die Druckbelüftung des Gebäudes durch. Gegen 21:00 Uhr rückten die externen Einsatzkräfte ab, die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Korneuburg übernahm die Aufräumarbeiten. Der bedingt durch das Hochwasser bereits seit mehreren Tagen andauernde Schichtbetrieb bei den Auspumparbeiten in der Oberen Austraße, wurde trotz des hohen Einsatzaufkommens mit bis zu vier Mann aufrecht erhalten.
Auspumparbeiten:
18:43 Uhr, Klosterneuburgerstraße
Nachdem die Geräte der vorherigen Einsätze versorgt waren, die Feuerwehrmitglieder wieder in die Privatkleidung geschlüpft waren und der Einsatzleiter begonnen hatte, den Einsatzbericht zu verfassen, lösten wieder die Pager aus: „T1-Auspumparbeiten“ lautete nun das Meldebild. Nachdem genügend Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus waren, wurden KDO 1 und TANK 1 erneut besetzt und rückten aus. Vor Ort drohte ein übergegangener Kanaldeckel bzw. ein mit Regenwasser gefüllter Lichtschacht einen Keller zu überfluten.

19:08 Uhr, Fischerzeile
Die erste Tanklöschgruppe hatte die Auspumparbeiten in der Klosterneuburgerstraße beendet und war gerade am „Heimweg“, als über Funk der nächste Einsatzauftrag entgegengenommen wurde. In der Fischerzeile waren ebenfalls Keller überflutet. Das Einsatzfahrzeug änderte sein Fahrziel und begann mit den Pumparbeiten.
Insgesamt waren am 28.06.2009 45 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Korneuburg im Einsatz.
