Nö: Niederösterreichs Feuerwehren im Einsatz nach schweren Unwettern
Niederösterreich: Schwere Unwetter über Niederösterreich machten in der Nacht vom 2. auf den 3. August 2009 den Einsatz von 119 Feuerwehren mit rund 1.500 Einsatzkräften notwendig.
Betroffen war das gesamte Bundesland, insbesondere aber die Bezirke Amstetten, Melk, Scheibbs, Horn, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Tulln, Wien-Umgebung, Korneuburg, Hollabrunn, Mistelbach, Baden, Mödling und Bruck-Leitha. Orkanartige Stürme verbunden mit Hagel und Starkregen machten vielerorts Aufräumarbeiten notwendig, vereinzelt mussten auch Auspumparbeiten durchgeführt werden.
Im Bezirk Zwettl kam es durch Blitzschlag zu zwei Dachstuhlbränden, auch ein Waldstück entzündete sich durch einen Blitzeinschlag. Das rasche Einschreiten der Freiwilligen Feuerwehren verhinderte Ärgeres. In Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn setzte ein Blitzschlag eine Wohnung in Brand, in Schöngrabern geriet eine Scheune in Brand – in beiden Fällen konnten die Freiwilligen Feuerwehren größere Schäden verhindern. In Wallsee im Bezirk Amstetten beschädigte ein Blitzschlag einen Transformator, der vorübergehend ausgeschaltet werden musste.
Noch im Lauf des heutigen Vormittages werden die durchgebrannten Isolatoren repariert und der Trafo wieder in Betrieb gehen können. Ebenfalls in Wallsee bargen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eine italienische Radfahrergruppe vom Donau-Radweg. Die Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern hatte im Starkregen die Orientierung verloren und per Handy um Hilfe gerufen. LBD Josef Buchta, Landesfeuerwehrkommdant von NÖ, kommentiert die Unwettervorkommnisse so: „Die Freiwilligen Feuerwehren sind besonders mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert.
Derartige Unwetterereignisse erfordern flexible und allen Widrigkeiten gewachsene Einsatzkräfte. Unsere Männer und Frauen haben einmal mehr bewiesen, dass sie mit der Situation umgehen und effizient helfen können!“
