Griechenland: Brände in Athen -> Österreich schickt Hilfe
Athen (Griechenland): Das österreichische Bundesheer fliegt zu einem Hilfseinsatz im Kampf gegen die wütenden Brände in Griechenland.
Am Montag, dem 24. August 2009, werden rund 30 Soldaten, drei Hubschrauber des Typs AB 212, drei Flächenflugzeuge vom Typ Pilatus PC-6 „Turbo Porter“ und ein Transportflugzeug des Typs C-130 „Hercules“ in das Katastrophengebiet geschickt, gab das Verteidigungsministerium am Sonntag bekannt.
Während die beiden Helikopter Wassertanks mit jeweils 1.000 Litern Wasser transportieren, sind die PC-6 mit 800-Liter-Tanks ausgerüstet. Zusätzlich bringt die C-130 Transportmaschine die nötige Ausrüstung und Spezialisten des Bundesheeres nach Griechenland. Die Entscheidung zur Unterstützung Griechenlands ist in der Nacht auf Sonntag gefallen, sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos.
Bereits im August 2007 war das österreichische Bundesheer zur Brandbekämpfung in Griechenland im Einsatz. Von ihren griechischen Kollegen bekamen sie als Einsatzgebiet die Insel Euböa zugewiesen. Damals warfen zwei Hubschrauber des Typs AB-212 und zwei PC-6 Flächenflugzeuge bei den Löschflügen in insgesamt 49 Flugstunden 193.000 Liter Wasser über den Feuern ab. Eine dritte PC-6 führte Transport und Erkundungsflüge durch, weitere sechs Soldaten wurden als Crew des Transportflugzeuges C-130 „Hercules“ für zusätzliche Transportaufgaben eingesetzt. 26 Soldaten und drei Feuerwehrleute waren bei der Brandbekämpfung 2007 eingesetzt.
Flammen-Inferno bei Athen: Waldbrände bedrohen Stadt
Sie kämpfen mit Löschflugzeugen, mit Eimern und mit Wasserschläuchen gegen die Flammen, doch die Waldbrände im Norden Athens wüten unvermindert weiter. Nach fast 48 Stunden im Einsatz waren die Feuerwehrleute völlig erschöpft. „Wir können uns den Luxus, mehr als zwei Stunden zu schlafen, nicht leisten. Wir sind unterbesetzt“, klagte ein Feuerwehrmann. Die Rauchschwaden aus Athen wehten bereits bis nach Nordafrika, wie Satellitenbilder zeigten. Bislang sind 20 000 Hektar Fläche verbrannt.
