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Stmk: Feuerwehr-Krach nach Presseaussendung nach Unwetter-Einsatz

Bezirk Hartberg (Stmk): Nach 38 Jahren bei der Feuerwehr wurde deren Pressesprecher im Bezirk Hartberg wegen einer Aussendung zum Hochwasser am Stubenbergsee suspendiert.

Erst tobte das Unwetter vergangene Woche über Stubenberg, dann ging das Donnerwetter auf den Pressesprecher des Bezirksfeuerwehrverbandes Hartberg nieder: Mit einer Presseaussendung über den nächtlichen Einsatz der Feuerwehr gegen das in den See dringende Hochwasser habe er massiv dem Tourismus geschadet, urteilten die Gemeinde Stubenberg und der Tourismusverband. Und schickten einen Beschwerdebrief an die Feuerwehr: Man möge einen verantwortungsbewussteren Menschen für den Job suchen. Das Bezirkskommando reagierte und suspendierte den 55-Jährigen. „Er soll froh sein, dass er nicht verklagt wird“, sagt Kommandant Franz Hauptmann.

Ex-Pressesprecher Maximilian Höfler versteht die Welt nicht mehr. 38 Jahre lang habe er der Feuerwehr alles geopfert und jetzt werde er so behandelt, klagt er. „Ich wurde abgesetzt, weil ich die Wahrheit geschrieben habe.“ Bürgermeister Franz Hofer habe ihn nach dem Hochwasser zu sich zitiert und minutenlang angeschrien. „Das war ein Tribunal. Ich bin total fertig.“ Stein des Anstoßes war die Presseaussendung Höflers in der Nacht des Unwetters: Die Auffangbecken seien überfüllt, „verschmutztes Oberflächenwasser“ in den See gelangt, meldete er. Und würdigte danach begeistert den Einsatz seiner Kollegen. Medien bis Wien hätten aus dieser „untragbaren“ Formulierung eine Verdreckung des Sees abgeleitet, wettert Tourismus-Chef Josef Hirt. „Wir mussten stundenlang am Telefon Badegäste beruhigen.“

Ob sich diese wirklich abschrecken ließen, ist jedoch strittig. Am folgenden Badewochenende zählte man 12.000 Gäste im – tatsächlich ungetrübten – Wasser, was als guter Wert gilt. Hofer bleibt dabei: „Es wären sonst mehr gekommen.“ Hirt sieht zumindest einen „Imageschaden“. Angeschrien habe er Höfler nie, versichert der Bürgermeister. „Das Treffen lief sachlich ab.“ Für Hauptmann ist die Suspendierung unumkehrbar. Besagte Pressemeldung sei nicht autorisiert gewesen. „Das ist außerdem nicht das erste Mal passiert. So geht es einfach nicht.“ Höfler ringt jetzt mit sich, ober er die Uniform komplett ausziehen soll. „Das tut weh. Die Feuerwehr ist mein Leben.“

Kleine Zeitung
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