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Deutschland: Millionenschaden bei Großbrand in Tuttlingen

Tuttlingen (Deutschland): Ein Großbrand in einem holzverarbeitenden Betrieb in Tuttlingen hat in der Nacht zum Sonntag, dm 6. September 2009, einen Schaden von mehreren Millionen Euro verursacht. Mehr als 110 Anwohner mussten wegen der starken Rauchentwicklung ihre Häuser verlassen.

Zwei ältere Anwohner seien zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Feuerwehrmann habe zudem leichte Verletzungen erlitten. Am Nachmittag waren die Einsatzkräfte immer noch mit dem Löschen von Brandnestern beschäftigt. Dazu schafften sie mit schwerem Gerät Brandschutt beiseite. Die Brandursache war zunächst unklar.

Mehr als 160 Feuerwehrleute und knapp 70 Kräfte des Roten Kreuzes und des THW waren im Einsatz. Die Flammen griffen nach Polizeiangaben zwischenzeitlich auch auf einen naheliegenden Supermarkt und ein unbewohntes Wohnhaus über, wurden aber schnell gelöscht. Auch eine Tankstelle drohte von dem Feuer erfasst zu werden. Wegen eines dort stehenden großen Gastanks «bestand die Gefahr der Explosion», schilderte der Sprecher. Man sei «dicht an einer schrecklichen Situation» vorbeigeschrammt. Ein Wohnwagen an der Tankstelle habe bereits Feuer gefangen, sei aber ebenfalls gelöscht worden.

Auch angrenzende Wohnhäuser konnten vor dem Übergreifen des Feuers bewahrt werden. Die Hitze war so gewaltig, dass eine Stützmauer aus Beton zerbarst. In dem holzverarbeitenden Betrieb brannten laut Polizei neben den Produktions- und Lagerstätten zwei mit Holz beladene Lastfahrzeuge nieder. Zudem standen Silos mit «Unmengen von Sägemehl» in Flammen. Über dem mehreren Stadtvierteln hingen stundenlang dicke Rauchwolken. Die Polizei rief die Bevölkerung in der Umgebung auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das Rote Kreuz richtete zwei Anlaufstellen in Zelten ein, in dem Anwohner versorgt wurden. Auch in einer Grundschule kümmerten sich Einsatzkräfte um Betroffene. Notfallseelsorger waren im Einsatz. Im Laufe des Vormittags kamen viele bereits bei Bekannten und Verwandten unter oder kehren teilweise wieder nach Hause zurück. Das Feuer war den Angaben zufolge gegen 3.00 Uhr von einem Passanten entdeckt worden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen, auch wegen Schaulustiger.

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