Deutschland: TÜV sieht noch Schwachstellen bei Sicherheit der Elektroautos
Frankfurt/Main (Deutschland): Vor der Masseneinführung von Elektroautos müssen nach Ansicht der Experten des TÜV noch Sicherheitsprobleme gelöst werden. Vor allem müssten international verbindliche Sicherheitsstandards eingeführt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des TÜV SÜD, Adel Stepken, am 16. September 2009 am Rande der Automesse IAA.
«In Sachen Batteriesicherheit ist der Handlungsbedarf hoch», sagte Stepken. Es fehlen bisher Abnahmevorschriften für Fragen der Giftigkeit der aktuellen Lithium-Ionen-Batterien. Auch werde nicht geprüft, ob die Batteriestoffe Krebs auslösen könnten oder ätzend sind, sagte er. Der Sicherheitsexperte erinnerte auch daran, dass es bisher keine Regelungen für die Feuerwehr nach Unfällen mit Elektroautos gibt.
Stepken sagte, bisher gebe es noch keine Sicherheitsanforderungen für Heckunfälle. Das sei aber nötig, weil die meisten Stromer die Batterie im Heck haben werden. Er warnte, schwere Unfälle mit Elektroautos könnten die Bereitschaft der Kunden zum Kauf der Elektroautos behindern.
