D: Wasserrohrbruch in Berlin-Marzahn überflutet Siedlungsgebiet
Berlin (Deutschland): Bei einem Wasserrohrbruch in Berlin-Marzahn sind eine Siedlung mit Einfamilienhäusern und ein Gewerbegebiet überflutet worden. Die Wassermassen flossen am Mittwoch, 30. September 2009, von dem Leck in der Rudolf-Leonhard-Straße in eine Senke Am Grohsteig, wo sich ein rund 30.000 Quadratmeter großer…
… See bildete, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Keller mehrerer Einfamilienhäuser standen zum Teil kniehoch unter Wasser.
Einem Sprecher der Wasserbetriebe zufolge hatten am Dienstag dort Baggerarbeiten stattgefunden. Das sei von Anwohnern gesagt worden und müsse erst noch definitiv ermittelt werden. Dabei sei offenbar eine 30 Zentimeter starke Trinkwasserleitung aus Beton sowie eine 15 Zentimeter starke Leitung aus Gusseisen beschädigt worden. In dem Gebiet war es dem Sprecher zufolge bereits im August zu einem Wasserrohrbruch gekommen. Damals sei dasselbe 15 Zentimeter starke Rohr aus Gusseisen bei Arbeiten für die Erdwärme beschädigt worden.
Deshalb stand beispielsweise das Fitness-Studio in der Rudolf-Leonhard-Straße 10 nun bereits das zweite Mal unter Wasser. Am Montag waren gerade erst die Trockengeräte nach dem ersten Rohrbruch am 4. August abgebaut worden, wie Inhaberin Roswitha Scharmann sagte. «Am 10. Oktober wollten wir wieder eröffnen», fügte sie hinzu. Dieses Mal sei der Schaden aber noch weitaus höher. Das 400 Quadratmeter große Studio stehe 40 Zentimeter hoch unter Wasser. Das Wasser sei durch die geschlossenen Fenster und Türen hineingelaufen. Es habe etwa zwei Stunden gedauert, bis es abgestellt worden sei. Für die Mitarbeiter der Wasserbetriebe sei es schwierig, die unter Wasser liegenden Ventile zu finden, um den weiteren Zufluss zu stoppen, erklärte der Sprecher. Das sei «wie das Stochern im Trüben». Zudem sei das Gebiet von Hochhäusern umgeben, für deren Versorgung Druckerhöhungsstationen notwendig seien. Dies bedeute wiederum, das im Fall eines Leck besonders viel Wasser austrete. Rund 40 Feuerwehrleute und 20 Mitarbeiter der Wasserbetriebe waren im Einsatz.
