Medien / Fotografen

Ktn. Weihnachtshochwasser entspannt sich

Kärnten: Die Hochwassersituation hat sich nach den starken Regenfällen deutlich entspannt, hieß es Samstagvormittag, 26.12.2009, von der Landesalarm- und Warnzentrale. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten werden noch länger dauern.

Bis zu 50 Feuerwehren waren in Kärnten in von Freitag auf Samstag gleichzeitig mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Keller mussten ausgepumt werden, und mit umgestürzten Bäumen verlegte Straßen wurden wieder freigeschnitten.

In Gallizien werden die Sanierungsarbeiten an der Rosental- Bundesstraße (B85) noch lange dauern. „Unter dem Straßenkörper ist die Böschung etwa zur Hälfte abgerutscht. Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Stunden auch die zweite Fahrbahnhälfte abutscht“, erklärte Einsatzleiter Harald Kogelnig von der Straßenmeisterei Eisenkappel.
Die Sperre werde sicher länger dauern. Es wäre lebensgefährlich, die Stelle zu passieren, weil jede Erschütterung zu weiteren Erdrutschen führen könnte, so Kogelnig.

ORF Kärnten

Schwere Murenabgänge vom Freitag, 25. Dezember:
Aufgrund heftiger Regenfälle ist es am Freitag in weiten Teilen Kärntens zu Murenabgängen gekommen. Im Bezirk Spittal rutschte ein Hang gegen ein Wohnhaus, in den Bezirken Klagenfurt, Völkermarkt und Feldkirchen mussten Straßen gesperrt werden, im Bezirk St. Veit wurde wegen des Sturms ein Dach abgetragen. Verletzt wurde allerdings niemand.

In St. Peter (Gemeinde Radenthein, Bezirk Spittal) löste sich eine Mure und die Erdmassen rutschten gegen ein Wohnhaus. Dabei wurde ein Nebengebäude weggerissen und das Haus wurde schwer beschädigt. Die drei Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude befanden, blieben unverletzt.

Ein ganzer Hang rutschte in Ossiach (Bezirk Feldkirchen) auf eine Straße, dabei wurde eine Zufahrtsstraße zu sechs Häusern auf einer Länge von rund 100 Metern verschüttet und eine Wasserversorgungsleitung beschädigt. In Zell Freibach (Bezirk Klagenfurt) wurde die Waidischer Landesstraße (L103) durch einen Murenabgang in einem Bereich von 30 Metern blockiert.

Die Rosental Bundesstraße (B85) in Gallizien (Bezirk Völkermarkt) musste zwischen Wildenstein und Abteil nach einer Hangrutschung für einige Zeit zur Gänze gesperrt werden. Orkanartige Sturmböen führten in Liebenfels (Bezirk St. Veit) dazu, dass ein rund 200 Quadratmeter großes Blechdach eines Bürogebäudes abgetragen wurde.

Keinen Weihnachtsfrieden hat es auch für die Feuerwehren im steirischen Bezirk Feldbach gegeben: Durch extreme Windböen, Blitzschlag, kurzzeitigen Starkregen, Windwurf und Stromausfall waren etliche Einsatzkräfte mit Sicherungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Insgesamt sechs Feuerwehren mit 84 Mann waren vom frühen Nachmittag bis in die Abendstunden damit beschäftigt, die Folgen des Winterunwetters – eines sehr seltenen klimatischen Phänomens – zu beseitigen.

Salzburger Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert