Deutschland: Deutlich weniger Fehlalarme 2009
Frankfurt/Main (Deutschland): Die Zahl der Fehlalarme bei den Feuerwehren in Deutschland ist im Jahr 2009 deutlich zurückgegangen. Grund ist nach Ansicht des Deutschen Feuerwehrverbands, dass Notrufe per Handy nur noch mit eingelegter Telefonkarte abgegeben werden können.
«Das hat zu einem erheblichen Rückgang von anonymen Anrufen geführt», sagte Vizepräsident Ralf Ackermann der Nachrichtenagentur DAPD. Denn die eingelegte Telefonkarte führe dazu, dass der Anrufer identifiziert werden könne. Diesen Artikel weiter lesen
Genaue Zahlen über die sogenannten böswilligen Anrufe, die bei den rund 33.000 Feuerwachen in Deutschland eingingen, gebe es aber nicht. «Durchschnittlich beträgt das Verhältnis böswilliger Anrufe zu Notrufen eins zu eins», sagte Ackermann. Kopfzerbrechen machten derzeit noch Handys mit eingebauter Notruftaste. Diese werde immer wieder einmal versehentlich gedrückt. «Da weiß man dann manchmal nicht, ob die Notruftaste des in der Hosentasche befindlichen Handys versehentlich aktiviert wurde oder ob es sich um einen echten Notfall handelt, bei dem ein Hilfesuchender umgefallen ist», erläuterte Verbandssprecherin Silvia Darmstädter.
Man merke auch, wenn Schulferien sind. Dann gebe es in den Notrufzentralen vermehrt Anrufe, weil Schüler sich einen Scherz erlaubten. Mitunter würden dann im Sekundentakt Jux-Anrufe in der Notrufzentrale eingehen, was für die Feuerwehr aber nicht gerade witzig sei. «Es gibt aber auch Erwachsene die Langeweile haben und die Feuerwehr rufen, nur um zu sehen, wie die Löschzüge heranfahren», berichtete André Mrazek von der Berliner Feuerwehr.
Die neuesten Zahlen der Fehlalarme in der Hauptstadt sind noch von 2008: Damals hat es 65.000 Fehleinsätze gegeben. Darin enthalten sind aber nicht nur böswillige Anrufe, sondern auch Einsätze, bei denen Menschen sich schließlich trotz Notruf weigerten, mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht zu werden, sagte Mrazek.
