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Schweiz: Brand in Kühlhaus in Basel nach 2 Wochen gelöscht!

Basel (Schweiz): Mehr als zwei Wochen hat ein mit Fleisch gefülltes Kühlhaus in Basel gebrannt – jetzt wurde das zerstörte Gebäude den Besitzern für die Aufräumarbeiten übergeben.

Damit ist einer der aufwendigsten Einsätze der Basler Feuerwehr beendet. 4700 Tonnen Fleisch sind seit dem 27. März verbrannt, zog die betroffene Fleischfirma am Montag Bilanz. Erst am Sonntagabend galt der Brand als gelöscht. Nach Angaben der Feuerwehr kostete der Einsatz umgerechnet 347.000 Euro. Der Gebäudeschaden wurde noch nicht beziffert, dürfte aber bei einem zweistelligen Millionenbetrag liegen. Für die Staatsanwaltschaft gelten nach Angaben eines Sprechers weiterhin Schweißarbeiten als wahrscheinliche Unglücksursache. Das große Kühlhaus steht in direkter Nähe zum schweizerisch-französischen Autobahngrenzübergang. Während der Löscharbeiten blieb eine Autobahnzufahrt gesperrt. Immer wieder loderten die Flammen neu auf, oder es wurden neue Glutnester entdeckt. Stinkender Rauch zog tagelang durch die nahe gelegenen Wohnquartiere. Ob das einsturzgefährdete Kühlhaus überhaupt wieder aufgebaut wird, ist noch nicht entschieden.

Vorbericht: Bei dem immer noch brennenden Kühlhaus Frigo an der Neudorferstraße in Basel soll am Wochenende anstelle des Daches die Außenfassade geöffnet werden. Obwohl die Feuerwehr seit dem Ausbruch vor zwei Wochen mit einem Großaufgebot im Einsatz steht, konnte das Feuer in dem einsturzgefährdeten Gebäude noch nicht restlos gelöscht werden. Nach einer erneuten Lagebeurteilung hätten die Einsatzkräfte entschieden, das Dach des Kühlhauses aufgrund statischer Probleme doch nicht einzureißen, teilte die Basler Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Als Alternative werde am Wochenende eine Abbruchfirma eine Außenfassade öffnen und das Gebäudeinnere mit Sprießen stützen, um so das Feuer vollständig bekämpfen zu können. Durch diese Öffnung soll der Brandschutt, das verbrannte Fleisch und weiteres Lagergut entsorgt werden.

Badische Zeitung

Infos St. Gallen online:
Basel – In einem Kühlhaus in der Stadt Basel ist am 27. März 2010 ein Brand ausgebrochen. Wegen des starken Rauchs konnte die Feuerwehr die Flammen bis zum frühen Nachmittag nicht löschen. Verletzt wurde niemand, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilte. Vermutlich seien Schweissarbeiten die Ursache des Feuers im Kühlhaus Frigo St. Johann, hiess es in der Mitteilung. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot zum Brandort an der Neudorfstrasse ausgerückt. Die Neudorfstrasse und die Zufahrtsstrassen zum Kühlhaus waren Anfang Nachmittag gesperrt.
Bericht 2: Basel – Ein Brand in einem Tiefkühllager im Nordwesten Basels hat noch immer nicht gelöscht werden können. Die Feuerwehr konnte wegen Einsturzgefahr nicht hinein, brach aber Löcher in die Mauern. Benachbarte Lagerhäuser nahmen derweil den Betrieb wieder auf. Das grosse Kühlhaus, das der Bell AG gehört, steht einen Steinwurf vom schweizerisch-französischen Autobahngrenzübergang entfernt. Als Auslöser des Brandes stünden derzeit klar Schweissarbeiten im Vordergrund, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut einem Bell-Sprecher ging es dabei um Unterhaltsarbeiten. Weil die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen das mehrteilige Gebäude nicht betreten konnte, war heute Montag noch nicht klar, wie stark das Feuer darin noch brannte. Laut einem Staatsanwaltschafts-Sprecher war der Rauch deutlich weniger stark als am Vortag. Und die Gebäudehülle – teils mit Sichtbeton-Fassade – habe gehalten. Die Feuerwehr riss indes über Mittag mit schwerem Gerät ein erstes Loch von zwei Metern Durchmesser in die Wand des Erdgeschosses. Da gemäss dem Staatsanwaltschafts-Sprecher weder Flammen noch Rauch austraten, breche man nun Löcher in alle vier Etagen. Danach werde erneut die Statik abgeklärt und über den Zutritt entschieden. Die Lagerhaus-Eigentümerin Frigo St. Johann AG gehört zu 100 Prozent dem Fleischverarbeiter Bell. Konkret stehen zwei ihrer Lagergebäude mit Baujahr 1968 und 1972 in Flammen. Drei weitere nebenan sowie den Verwaltungstrakt hat die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot seit Samstagmorgen sichern können.
Bericht 3 – Brand gelöscht: Der Brand im Grosskühlhaus bei der Elsässer Grenze in Basel ist nach zwei Wochen gelöscht. Das am 27. März ausgebrochene Feuer habe im Gebäudeinnern keine Nahrung mehr gefunden, sagte Roland Bopp, Kommandant der Basler Berufsfeuerwehr am 12. April 2010.
Es könne noch einzelne Glutnester geben, die entfernt werden müssten. Der Brand sei jedoch gelöscht, bestätigte Bopp Angaben des Regionaljournals Basel von Schweizer Radio DRS. Das Gebäude müsse nun gelüftet werden. Über das weitere Vorgehen werde dann am Montag entschieden. Auch am Sonntag bestand im Kühlhaus weiterhin Einsturzgefahr. Diese hatte die Brandbekämpfung in den letzten zwei Wochen stark erschwert, da die Feuerwehr nicht im Innern gegen das Feuer angehen konnte. Stattdessen wurden Öffnungen in die Fassade geschlagen, von denen eine noch erweitert wurde.
Verletzt wurde laut Bopp niemand. Im Kühlhaus, das zur Gruppe des Fleischverarbeiters Bell gehört, waren Fertiggerichte und Fleisch gelagert. Für die Basler Berufsfeuerwehr bedeutete der Brand der bisher längste Einsatz ihrer Geschichte. Zusammen mit weiteren Feuerwehren standen rund 460 Leute im Einsatz. Als Brandursache werden Schweissarbeiten vermutet.

St. Gallen online

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