Deutschland: Wassereinbruch in Binnenschiff in Braunschweig

Braunschweig (Deutschland): Wassereinbruch in Binnenschiff. Der mit insgesamt 2.600t Weizen beladene Koppelverband Charly/Arime aus Hamburg hatte am Samstag Mittag, 17. April 2010, zum Personalwechsel an der Liegestelle Braunschweig Südost am Mittellandkanal festgemacht.
Der 180m lange, 9,50m breite und 2,65m tiefgehende Verband befand sich auf der Fahrt von Wedtlenstedt nach Hamburg. Durch Plätschergeräusche im Vorschiff der Arime aufmerksam geworden, überprüfte die Besatzung die Vorpiek. Dort wurde ein Leck auf der Steuerbordseite, ca. 1m unterhalb der Wasserlinie festgestellt. An einem Spant befand sich ein 10cm langer Riss in der Schiffswand. Die vom Steuermann alarmierte (13:20h) Feuerwehr Braunschweig sicherte das Schiff und pumpte aus der Vorpiek, der Matrosenwohnung und dem Bugstrahlraum insgesamt ca. 25.000l Wasser, davon 5.500l ölhaltiges Wasser, welches an ein Entsorgungsfahrzeug von BSEnergy abgegeben wurde.

Weiters dichtete die Feuerwehr das Leck mit Hanf und einer Spezialpaste provisorisch ab. Bis zur endgültigen Reparatur durch einen Fachbetrieb muss der Verband jetzt in Braunschweig ausharren, die Wasserschutzpolizei erteilte ein Weiterfahrverbot. Der Verband steht im Eigentum der alt eingesessenen Hamburger Reederei Walter Lauk. Auch wenn die Arime bereits 1943 in Dienst gestellt wurde, befindet sie sich in einem technisch guten Zustand, die Verkehrszulassung gilt noch bis 2013, dann steht die nächste Untersuchung durch die Schiffsuntersuchungskommission (Schiffs-TÜV) an.

Die Ursache der Leckage konnte durch die Besatzung nicht erklärt werden, mögliche Ursachen sind ein unbemerkter Zusammenstoß mit einem Hindernis, aber auch Rostfraß kann nicht ausgeschlossen werden.
