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Oö: Wer sein Haus nicht schützt, muss den Feuerwehreinsatz in Steyr bezahlen

Steyr (Oö): Die Florianijünger stehen nicht länger als Putztruppe Habt-Acht: Hausbesitzer, die noch immer keine Hochwasserschutzwände angeschafft haben, müssen ab der nächsten Überschwemmung für den Feuerwehreinsatz bezahlen.

Die Neuerung in der städtischen Gebührenordnung fand bei der Jahreshauptversammlung der Steyrer Feuerwehren in der Mannschaft allseitiges Kopfnicken. „Wir haben über Jahre bei Hausbesitzern für Schutzwände und Kanalrückschlagventile geworben. Leider war bei manchen Leuten der Erfolg gleich null“, sagt der Steyrer Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Lumesberger. Eine Reihe von Hauseignern hat bis zum heutigen Tag keine Planken angeschafft, die kein Vermögen kosten. Wenn nach einem Hochwasser die Garage verschlammt ist, rufen diese Flutopfer einfach die Feuerwehr, die mit ihren Hochdruckreinigern den braunen Schmutz wieder wegfegen soll.
„Die Feuerwehren sind eigentlich zum Retten, Löschen und Bergen da“, begründet Bürgermeister Gerald Hackl (SP) eine Maßnahme, die in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag beschlossen werden soll. Der Stadtchef hat zuvor an jene Hausbesitzer einen Rundbrief geschrieben, die bislang an ihren Gebäuden keine Vorkehrungen getroffen haben.

150 Euro Pauschale
Ab der nächsten Überschwemmung ist Schluss mit dem Gratisdienst der Silberhelme für jene, die Warnungen in den Wind geschlagen haben. Wer sein Haus nicht mit Schutzwänden und Rücklaufventilen an den Gullys geschützt hat, wird für den Feuerwehreinsatz eine Pauschale von 150 Euro verrechnet. Bürgermeister Hackl: „Das betrifft eine Minderheit der Anrainer am Ennskai und anderswo. Hier geht es darum, ein Zeichen zu setzen.“
Wiederholt wurde zuvor bei Zivilschutztagen über wirksamen Gebäudeschutz bei Hochwässern informiert. Die Feuerwehr will auch gerne weiterhin helfen: Nicht mehr mit dem Hochdruckstrahl, sondern mit Beratung, wo ein Schaden vermeidbar wäre.

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