Wien: Wohnhaus nach Gasaustritt evakuiert
Wien: Ein Kohlenmonoxid-Austritt hat am Montag, dem 17. Mai 2010, zur Evakuierung eines Wohnhauses in der Leopoldstadt geführt. Rund 30 Wohnungen wurden von der Feuerwehr geräumt, die Rettung war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Ein Bewohner des Wohnhauses in der Ausstellungsstraße kontaktierte am späten Nachmittag die Leitstelle der Wiener Rettung, da sein Kanarienvogel plötzlich verstorben war und er sich unwohl fühlte. Der Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung bestätigte sich durch den alarmierten Notarzt, teilte die Rettung mit. Das Wohnhaus mit rund 30 Wohnungen wurde daraufhin von der Feuerwehr evakuiert. Eine 35-Jährige Frau und ihre zweijährige Tochter wurden mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. „Die Frau hat sich bereits in einem bedrohlichen Zustand befunden, dem Kind ist es bei unserem Eintreffen noch schlechter gegangen. Es war bereits bewusstseinsgetrübt. Die CO-Werte waren extrem erhöht“, sagte ein Mitarbeiter der Wiener Rettung gegenüber „Wien heute“.
Defekte Therme als Ursache: Die weiteren Bewohner des Hauses wurden untersucht. Auch vier Mitarbeiter der Rettung wurden zur Nachuntersuchung in ein Spital gebracht.
Ursache für den Kohlenmonoxid-Austritt war eine defekte Therme, „die nicht richtig abziehen konnte“, sagte ein Feuerwehrmann. Mittlerweile wurde das Haus von der Feuerwehr wieder frei gegeben. Die Rettung war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
