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Nö: Feuerwehr-Kdt bei Sturm-Aufräumarbeiten von Fahrzeug überrollt und getötet

St. Peter am Wechsel (Nö): 16. Mai 2010 – Bei Aufräumarbeiten in Sankt Peter am Wechsel wurde ein Feuerwehrmann getötet. Der 52-jährige Mann kam unter die Räder eines tonnenschweren Einsatzfahrzeuges und erlitt dabei tödliche Verletzungen!
Update per 17. Mai 2010

Tonnenschweres Fahrzeug erdrückte Feuerwehrkommandanten:
Es war ein Routineeinsatz. Die Feuerwehr St. Peter am Wechsel rückte in der Früh aus, um einige umgestürzte Bäume von der Straße zu entfernen. Am Ende der Arbeiten geriet der 52-jährige Kommandant der Wehr aus bisher ungeklärter Ursache unter die Räder des im Schritttempo fahrenden Fahrzeugs.
Warum das Fahrzeug ins Rollen kam, ist unklar. „Es war eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Der Schock sitzt tief unter den Feuerwehrkollegen“, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehrkameraden sowie die Angehörigen werden psychologisch betreut.

Unterstützung für Familie und Kollegen
Der niederösterreichische Feuerwehrkommandant Josef Buchta ist betroffen: „Mein tiefes Mitgefühl gilt in dieser Stunde vor allem der Familie und Freunden des Opfers, aber auch jenen Kameraden, die dieses schreckliche Unglück mit ansehen mussten. Um diese fürchterliche Tragödie zu verarbeiten, werden wir der Familie und den Kameraden selbstverständlich jede Hilfe und Unterstützung gewähren.“

Bereits etliche Feuerwehreinsätze
Der Sturm und die anhaltenden Regenfälle sorgen für etliche Einsätze der Feuerwehr in Niederösterreich. Im Bezirk Wien Umgebung und Mödling gab es lokale Überflutungen. In Breitenfurt mussten Keller und der Kanal einer Straße ausgepumpt und gereinigt werden. In Purkersdorf wurden zwei Straßen überflutet. Im Süden Niederösterreichs haben die Sturmböen vor allem im Bergland des Wechsels zahlreiche Bäume entwurzelt.

UPDATE PER 17. Mai 2010:

Staatsanwalt ermittelt nach Tod im Einsatz
Im Falle des verunglückten Feuerwehrmannes von St. Peter am Wechsel wird nun die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt aktiv. Der Feuerwehrmann war am Sonntag von einem Einsatzfahrzeug erfasst und erdrückt worden. Die Polizei nahm bereits alle Feuerwehrkollegen, die am Einsatz beteiligt waren, ein. Derzeit ist aber noch völlig unklar, warum der 52-jährige Oberbrandinspektor bei Aufräumarbeiten unter die Räder des tonnenschweren Einsatzfahrzeuges gekommen ist.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt ermittelt nun routinemäßig gegen den Fahrzeuglenker wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Außerdem wurde eine Obduktion des verunglückten Feuerwehrmannes angeordnet. Das Obduktionsgutachten wird in etwa drei Wochen erwartet und soll die genaue Todesursache klären. Die Polizei versucht derzeit den Unfallhergang zu rekonstruieren.

ORF Niederösterreich

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