D: Traktoranhänger mit Pfingsttourgruppe umgestürzt -> 26 Verletzte

Jork (Deutschland): Am Vormittag gegen 08:20 Uhr kam es in der Ortsmitte von Jork im Alten Land am 23. Mai 2010 zu einem schweren Verkehrsunfall während…
… einer Pfingsttour, bei dem 26 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren verletzt wurden. Die jungen Leute hatten auf einem landwirtschaftlichen Anhänger gesessen und waren in einem Tross von ca. 30 Traktoren mit Anhängern mit c:a. 400 – 500 jungen Leuten aus Jork-Königreich auf dem Obstmarschweg im Zuge der Landestraße 140 über Jork in Richtung Neukloster zum dortigen Pfingstmarkt unterwegs. Am Kreisel in der Ortsmitte von Jork hatte der 39-jährige Fahrer eines Deutz-Traktors aus Hamburg-Neuenfelde dann beim zweimaligen Durchqueren des Kreisels die Kontrolle über seinen Anhänger verloren und dieser war auf die rechte Seite gestürzt.

Alle 26 Insassen des Anhängers zogen sich bei dem Sturz vorwiegend leichte Verletzungen zu, zwei wurden schwer verletzt, 16 von ihnen mussten nach der Erstversorgung durch die Notärzte aus Stade und Buxtehude von den Besatzungen von acht Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden, die anderen 10 konnten nach ambulanter Behandlung an der Unfallstelle nach Hause entlassen werden und wurden dann teilweise von Freunden oder Eltern abgeholt.
Die Verletzten kamen dabei vorwiegend aus der näheren Umgebung von Jork sowie aus dem Süden Hamburg aus Neuenfelde und Umgebung. Dieser Umzug findet traditionell schon seit vielen Jahren statt und erfreut sich im Kreis der jungen Leute größter Beliebtheit. Die Feuerwehren aus Jork, Ladekop und Borstel rückten mit ca. 85 Feuerwehrleuten an und unterstützten den Rettungsdienst bei der Betreuung der Verletzten sowie bei Aufräumarbeiten an der Unfallstelle und der Verkehrsregelung. Die Oranisationsleitergruppe Rettungsdienst des Landkreises Stade war ebenfalls mit 4 Mann vor Ort und kümmerte sich um die Erfassung der Verletzten sowie die Transporte in die Kliniken. Mehrere Streifenwagen aus Buxtehude und Jork mussten eingesetzt werden, um den Unfall mit einem „Massenanfall von Verletzten“ aufzunehmen.

Insgesamt war ein Großaufgebot von ca. 120 Einsatzkräften an dem Unfall beteiligt. Der Anhänger wurde bei dem Unfall beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf über 1.000 Euro belaufen. Die Ortsmitte von Jork musste für die Zeit der Rettungs- und Berungsmaß0nahmen sowie die Unfallaufnahme für ca. 1 Stunde voll gesperrt werden, zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es dabei jedoch nicht, der Verkehr wurde innerörtlich abgleitet.
Wie sich der Unfall genau abgespielt hat und was letztendlich zum Umstürzen des Anhängers geführt hat, kann zur Zeit noch nicht gesagt werden, hier müssen erst die Befragungen der Verletzten, die sicherlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden, abgewartet werden. Ein Unfallgutachter der Dekra wurde eingeschaltet und machte sich noch vor Ort ein Bild vom Geschehen.
