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Deutschland: Der Rote Hahn, Interschutz 2010 -> Leipzig sieht rot

Leipzig (Deutschland): Der 28. Deutsche Feuerwehrtag wurde in dieser Woche in Leipzig eröffnet. Zu dem alle zehn Jahre stattfindenden Feuerwehrtreffen erwartet der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) als Veranstalter bis zum 13. Juni rund 150.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer…

… sowie Gäste aus dem In- und Ausland. Gleichzeitig mit dem Deutschen Feuerwehrtag findet auf der Leipziger Messe die Weltleitmesse “Interschutz – Der Rote Hahn“ statt. Neuheiten und Entwicklungen werden vorgestellt. Dabei wird immer wieder klar: Auch Lebensretter brauchen Hilfe und Rat.

Schon der Gebrauch einer Hilfe-Hotline der chemischen Industrie zeigt dies: 1000 Mal leistete das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie im Jahr 2009 bei Transportunfällen mit Chemikalien bundesweit freiwillige Hilfe. Dies geht aus der aktuellen Einsatzstatistik hervor, die Dipl.-Ing. Rolf Haselhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im Verband der Chemischen Industrie (VCI), auf der Feuerwehrmesse “Interschutz“ vorgestellt hat.
“Berufs- und freiwillige Feuerwehren sowie die Polizei können sich bei Transport- und Lagerunfällen mit Chemikalien auf die Werkfeuerwehren der chemischen Industrie verlassen“, sagte Haselhorst vor Journalisten. Im Einzelnen gab es im vergangenen Jahr insgesamt 766 telefonische Beratungen (Stufe 1), 46 Beratungen durch Fachleute am Unfallort (Stufe 2) und 186 technische Hilfeleistungen am Unfallort (Stufe 3). Seit Gründung haben Feuerwehren und Polizei TUIS in über 26.000 Fällen genutzt. Bei den Hilfeleistungen am Unfallort mussten die TUIS-Werkfeuerwehren bei jedem dritten Einsatz eine Flüssigkeit umpumpen. In knapp jedem vierten Fall dichteten sie eine Leckage ab oder übernahmen ein Produkt vom Unfallfahrzeug auf einen anderen Transporter. Der Rest der Einsätze betraf die Entsorgung von Unfall-Ladung. Zu 71 Prozent ging es bei den TUIS-Einsätzen dieser Stufe 3 um flüssige Produkte, gefolgt von 22 Prozent festen und 7 Prozent gasförmigen Chemikalien. 56 Prozent der Einsätze fanden in Lagern statt, 31 Prozent auf der Straße und 12 Prozent auf der Schiene.
Seit 1982 leistet TUIS bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in Deutschland per Telefon oder am Unfallort fachliche Hilfe. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr. Berufs- und freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS-Werkfeuerwehren kostenlos telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten beteiligt.
Bis Samstag, 12. Juni 2010, verspricht zudem die Feuerwehr-Aktionsmeile in der Leipziger Innenstadt zusätzlich ein buntes Programm mit vielen Mitmach-Aktionen rund um die Feuerwehr und Informationen der Landesfeuerwehrverbände, Bundesgruppen und Landesjugendfeuerwehren.

Sächsiche Zeitung

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