Nö: Silobrand in der Brauerei Hubertus Bräu in Laa an der Thaya
Laa an der Thaya (Nö): Am Nachmittag des 30.07.2010 wurde die Feuerwehr Laa zu einem Brandeinsatz in der Brauerei alarmiert. Das Meldebild des Einsatzes war ein Kleinbrand.
Somit rechnete jeder mit einem „Routineeinsatz“. Doch beim Eintreffen wurde jedem schlagartig klar, dass dies ein längerer Einsatz wird.
Im Trebernsilo entstand aus bisher noch unbekannter Ursache ein Brand. Ein Atemschutztrupp begann sofort mit der Brandbekämpfung. Dieser Silo befindet sich in den oberen Stockwerken eines Gebäudes. Darum wurde die HD-Schnellangriffseinrichtung des TLFA 4000 mit einem Seil zu einem Fenster hochgezogen. Danach konnte der Trupp mit dem Löschangriff beginnen. Dazu mussten sie durch eine kleine Tür in einer Höhe von drei Metern einsteigen.

Danach konnte man sich nur auf zwei Pfosten weiterbewegen. Vor allem mit der Atemschutzausrüstung war dies ein richtiger Trapezakt. Bei den Löscharbeiten musste man jedoch mit dem Löschwasser sparsam umgehen, da ansonsten beim Entleeren die Gefahr des Verklebens gegeben war. Während dessen wurde die Zentrale im Feuerwehrhaus besetzt und ein Pendelverkehr mit den leeren Flaschen begonnen. Diese wurden im Feuerwehrhaus wieder befüllt und zum Einsatzort gebracht.
Bereits während den Löscharbeiten wurde der Silo ausgeräumt. Dies übernahm die Angestellten der Brauerei. Dabei kontrollierte jeweils ein Atemschutztrupp mit der Wärmebildkamera, ob noch Glutnester vorhanden waren. Für die Entleerung des Silos, welcher Innen in 3 Zyklone unterteilt ist, nutzt die Hubertusbrauerei eine transportable Förderschnecke. Insgesamt wurden 9 volle Traktoranhänger abtransportiert.

Der Einsatz dauerte bis spät in die Nacht hinein.
Insgesamt waren 6 Atemschutztrupps im Einsatz und benötigten dabei 45 Atemluftflaschen.
