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Russland: Waldbrände -> Kein Ende in Sicht, bereits 50 Tote

Russland: Angesichts der verheerenden Waldbrände müssen für die Schulen in Russland womöglich die Sommerferien verlängert werden.

„Wenn sich die Lage nicht bessert, werden wir einige Maßnahmen empfehlen, damit der Schuljahresbeginn verschoben wird“, sagte der Chef der Sanitätsdienste, Gennadi Onischtschenko, am Mittwoch, 4. August 2010, dem Radiosender Moskauer Echo. In Russland beginnt das neue Schuljahr traditionell am 1. September. Dem Wetterbericht zufolge deutete für die kommenden Tage nichts auf eine Verschnaufpause für die Feuerwehrleute hin: Die seit mehr als einem Monat im Westen Russlands anhaltende Hitze und Trockenheit soll Meteorologen zufolge mindestens noch bis zum Wochenende andauern.

Im Auftrag des Katastrophenschutzministeriums kämpfen landesweit derzeit 170.000 Feuerwehrleute gegen die Brandherde. Am Mittwoch stand in Russland eine Fläche von gut 188.500 Hektar in Flammen; am Dienstag waren es noch rund 172.400 Hektar. Im ganzen Land wüteten nach offiziellen Angaben noch 520 Brände.
Aus der Atomanlage in Sarow, 500 Kilometer östlich von Moskau, wurden aus Sicherheitsgründen alle radioaktiven Materialien abtransportiert.

Zahl der Feuertoten steigt auf 50: Die Zahl der Toten ist am Donnerstag nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass weit mehr Menschen in den Flammen umgekommen sind. Unterdessen atmeten die Bewohner der Hauptstadt Moskau wieder auf. Der beißende Qualm von den Torfbränden rund um die Millionenmetropole verzog sich am frühen Donnerstagmorgen, 5. August 2010, vorerst.
Der Betrieb auf den drei internationalen Moskauer Flughäfen sei nicht eingeschränkt, sagte ein Flughafensprecher. Am Vortag hatte der dichte Rauch für stundenlange Verspätungen gesorgt.

Südtirol online

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