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Deutschland: Zwei Großfeuer: Lange Nacht für Einsatzkräfte in Göttingen

Göttingen (Deutschland): Brandgeruch, Blaulicht und Martinshorn auf den Straßen Göttingens: Zwei Großbrände und mehrere kleiner Einsätze haben am Sonnabend, 14. August 2010, ab 22 Uhr Feuerwehren und Polizei schwer beschäftigt.

Fast gleichzeitig mussten die Einsatzkräfte zu vier Feuern ausrücken. Gesamtschaden: rund 230000 Euro. Kurz nach 22 Uhr beginnt die Serie, in deren Verlauf etwa 70 Feuerwehrleute bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz sind. Die erste Meldung: Feuer im Erdgeschoss eines Hauses am Kreuzbergring. „Als wir anfuhren, schlugen die Flammen bereits aus dem Fenster und bis in den ersten Stock“, sagt Feuerwehrsprecher Frank Gloth. Schnell fressen sich die Flammen an der Fassade bis ins Dachgeschoss. Berufsfeuerwehr, Klinikfeuerwehr und Feuerwehr Weende löschen noch, als „Rauchentwicklung im Idunazentrum“ gemeldet wird. Jetzt müssen auch die Feuerwehren Grone und Stadtmitte ran, der Feueralarm wurde allerdings wegen des Brandrauches aus dem Kreuzbergring ausgelöst. An Feierabend ist für die Feuerwehrleute dennoch nicht zu denken: „Feuer am Hagenweg“, heißt es kurz vor 23 Uhr. Die Einsatzkräfte löschen den Brand auf einer Freifläche dort schnell.

Fast zeitgleich läuft der nächste Alarm ein. Die Besatzung eines Osteroder Rettungswagens hat an der Bundesstraße 27 an der Lutter Flammen gesichtet. „Feuer in einer Gartenlaube“ heißt es zunächst. Am Kreuzbergring sind der Löschzug der Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Feuerwehren noch immer mit den Löscharbeiten beschädigt. Grund: „Durch die schwierige Lage des Hauses gestalten sich die Nachlöscharbeiten sehr aufwändigt“, sagt Gloth.

Das, was zunächst als Gartenlaube im Luttertal firmiert, ist ein rund 100 Quadratmeter großes Gartenhaus, das lichterloh brennt. Schon von Weende aus ist der helle Schein zu sehen. Und: Es qualmt so stark, dass Anwohner aus der Nordstadt, dem Nonnenstieg oder der Goßlerstraße, besorgt anrufen. „Wir fahren in die Goßlerstraße und kontrollieren“, heißt es noch vor Ort. Auch an der Lutter gestalten sich die Löscharbeiten schwierig. Das Fachwerkhaus liegt an einem Hang, ist schwer zugänglich. Ein Flüssiggastank nah am Haus beschäftigt die Männer zusätzlich. Er muss laufend mit Wasser gekühlt werden.

Die Feuerwehren Herberhausen, Nikolausberg und Roringen, zudem die Groner und später Geismar als Ablösung arbeiten bis in den Morgen. Erst um 6.41 Uhr können die Einsatzkräfte endlich „Feuer aus“ melden. „Alle haben richtig ackern müssen“, sagt Gloth.

Göttinger Tagblatt

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