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Deutschland: Reitstall Heckel geht in Flammen auf

Lengenfeld (Deutschland): Ein Großbrand am Sonntag, 29. August 2010, im Reitstall Heckel hat Lengenfeld in Atem gehalten. Rauch stieg kurz vor…

… 16 Uhr an der Reichenbacher Straße auf, Feuerwehren aus Lengenfeld und den Ortsteilen, aus Treuen sowie die Atemschutzbereitschaft Rodewisch eilten zum Löschen herbei. Die Reichenbacher rückten mit der großen Drehleiter an. Mehrere Rettungsdienste wurden alarmiert, beobachteten das Geschehen jedoch aus sicherer Distanz. Dann machte eine Nachricht durch das großflächig abgesperrte Gelände die Runde: Es sind keine Personen verletzt worden, und durch das umsichtige Handeln sind auch alle Pferde gerettet worden. Besitzer von Pferden, die ihre Tiere im Reitstall untergebracht hatten, hasteten herbei. Sie hatten das Schlimmste befürchtet.

Lengenfelder berichteten, dass sich der Rauch in Windeseile wie eine schwarze Wand ausgedehnt hat und in Richtung B 94 getrieben wurde. Die Einsatzkräfte der Polizei forderten per Lautsprecher die Bewohner der angrenzenden Häuser zum Schließen der Fenster auf. Durch den Rauch waren auch die Pferde auf der unteren Koppel an der Straße unruhig geworden. Die Lengenfelder Feuerwehr, die ihr Depot in unmittelbarer Nähe zum Reitstall hat, war als erste vor Ort und startete die Löscharbeiten. Die nacheinander eintreffenden Feuerwehrleute begannen sofort, eine Wasserversorgung von der Göltzsch aus zum etwa 200 Meter entfernten Gestüt zu legen. Fünf Pumpen saugten ununterbrochen Wasser aus dem glücklicherweise gut gefüllten Fluss. Immer wieder gab es mit defekten Kupplungen oder Schlauchplatzern Probleme. Auf der Drehleiter halfen Feuerwehrleute, den Brand von oben einzudämmen. Doch durch starken Wind flackerte das Feuer immer wieder auf. Am Abend rückte schweres Räumgerät an. Ein Bagger holte das im Boden des Stalls gelagerte Stroh aus dem Gebäude heraus. Polizeisprecher Oliver Wurdak sprach von einem Schaden, der in die Hunderttausende geht. Was den Brand auslöste, sei noch ungewiss. Brandursachenermittler der Kripo sind im Einsatz, so Wurdak.

Lengenfelds Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) war schnell vor Ort, um den Reitstallbesitzern zu helfen. „Wichtig ist erst einmal, dass alle Tiere raus und die Menschen unverletzt geblieben sind. Hier wurde die Lebensgrundlage einer Familie zerstört. Ich hoffe, dass die Reitställe der Umgebung solidarisch sind und bei der Unterbringung der Tiere und der Futterversorgung helfen“, sagte Bachmann zur „Freien Presse“. Die Organisation der Hilfe habe schon begonnen, so Bachmann. Im Reitstall Heckel fand erst am vergangenen Wochenende das Reit- und Springturnier statt.

Freie Presse

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