Deutschland: Feuerwehrhausbaukosten von 273.000 auf 440.000 Euro explodiert
Kranzberg (Deutschland): Das geplante Feuerwehrhaus in Hohenbercha wird viel teurer als erwartet. Jetzt will man „im kleinen Kreis“ untersuchen, wo Kosteneinsparungen möglich sind.
273.000 Euro hatte die Gemeinde Kranzberg in den Etats der Jahre 2010 und 2011 für das neue Feuerwehrhaus in Hohenbercha veranschlagt. Eine erste Kostenschätzung hatte sich allerdings schon auf 350.000 Euro belaufen. Am Dienstag, 14. September 2010, legte Architekt Manfred Dörner im Gemeinderat nun eine neue Berechnung vor. Ergebnis: 440.000 Euro. Begründung: Im Laufe der Planungen sollte das Feuerwehrhaus ja immer größer werden.
Dörner sagte freilich auch, dass in der Berechnung Spielräume vorhanden seien: Beispielsweise könnte der Abbruch des bestehenden Hauses in Eigenleistung erbracht werden. Ebenso wäre es möglich, bei der Möblierung zu sparen und weitere Eigenleistungen anzusetzen. Eventuell sei auch Verhandlungsspielraum beim Architektenhonorar möglich.
Rathauschef Robert Scholz sprach ebenfalls von einer „gewaltigen Überschreitung“ der ursprünglich angedachten Summe. Er glaubt aber auch, dass man „noch einiges einsparen“ könne. Skeptisch war allerdings Florian Vierthaler (KGL): Man dürfe sich von der Eigenleistung „nicht zu viel erwarten“ – insbesondere wenn das Engagement über viele Monate erwartet werde.
Im Endeffekt einigte man sich auf den Vorschlag des Bürgermeisters: „Im kleinen Kreis“ will man sich über diese neue Kostenschätzung hermachen, Einsparpotenziale abklopfen und dem Gemeinderat dann eine zu erwartende Summe vorlegen, die daraufhin im Haushalt 2011 angesetzt werden soll.
