Deutschland:Schuberth-Feuerwehrhelme künftig auch zum Leasen
Deutschland: Polizei und Feuerwehren in Deutschland können künftig Schutzhelme für ihre Einsatzkräfte auch leasen. Das kündigte nun der Magdeburger Helmhersteller Schuberth an.
Mit dem Finanzierungsmodell betrete die Firma Neuland, sagte Geschäftsführer Peter Heine am Mittwoch, 22.9.2010, in Magdeburg. Sie wolle damit auf die „knappen Budgets der öffentlichen Hand“ reagieren. Erste Bundesländer hätten bereits Interesse bekundet. Im Leasingvertrag seien ein voller Versicherungsschutz und ein zweimaliger Austausch der Innenausstattung enthalten.
Für die Feuerwehren soll ab kommendem Jahr ein neues Modell produziert werden. Der „F 300“ wiege nur etwa 100 Gramm und sei damit gut zehn Prozent leichter als seine Vorgänger, sagte Heine. Er biete die Möglichkeit, Zusatzteile wie eine Lampe, ein Visier oder eine Schutzmaske zu befestigen.
Innovation für Motorräder
Ein Drittel aller Helme der Firma dienen dem Schutz von Motorradfahrern. Sie lassen sich seit Anfang dieses Jahres mit einem Kommunikationssystem ausrüsten, das der Firma zufolge weltweit einmalig ist. Damit sind unter anderem Telefongespräche und Ansagen von Navigationsgeräten im Helm zu hören. „Das führt zu mehr Sicherheit bei den Nutzern“, sagte Heine. Außerdem könnten bis zu drei Fahrer über Bluetooth bis zu einem maximalen Abstand von 300 Metern miteinander Kontakt halten.
USA als neuer Absatzmarkt
Schuberth produziert jährlich rund 1,3 Millionen Helme. 70 Prozent davon entfallen auf Modelle für den Arbeitsschutz. Unter anderem stattet das Unternehmen auch Formel-1-Rennfahrer aus. Für Polizei und Feuerwehr werden 60.000 Helme im Jahr gefertigt. 2010 will das Unternehmen einen Umsatz von 50 Millionen Euro erreichen, das sind zehn Prozent mehr als 2009. Der Export liegt gegenwärtig bei rund 20 Prozent. Lieferungen gehen in mehr als 40 Länder der Erde. Seit Juli gibt es in Kalifornien ein eigenes Vertriebsbüro. Von ihm erhofft sich die Firma einen „Verkaufsschub“, sagte Heine.
Das 1922 in Braunschweig gegründete Unternehmen hatte seine Produktion 2004 nach Magdeburg verlegt und zog bis 2009 komplett an den neuen Standort um. Dort beschäftigt es 300 Mitarbeiter.
