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Sbg: Ammoniak-Alarm im Schlachthof in Bergheim

Bergheim (Sbg): Gasalarm hat es Dienstagvormittag, 5. Oktober 2010, beim Schlachthof Bergheim (Flachgau) gegeben. Kurz vor 9.00 Uhr trat Ammoniak-Dampf im Kühlhaus aus. Anrainer wurden aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten.

Die Feuerwehr errichtete im Umkreis von 150 Metern eine Absperrzone. In diesem Bereich mussten die Anrainer die Fenster und Türen von Gebäuden geschlossen halten. Das aus einem Fenster strömende, giftige Gas wurde mit Wasser gebunden und abgeleitet. „Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht“, sagt Reinhold Ortler, stellvertretender Branddirektor der Berufsfeuerwehr.
Gegen 8.30 Uhr schlug ein Mitarbeiter des Kühlhauses in der Metzgerstraße Alarm. Man habe bei routinemäßigen Wartungsarbeiten das Eis an einer Kühlleitung, das sich dort gebildet hat, mit einem Holzhammer entfernen wollen: „Es bildete sich dabei ein Riss bei einer Schweißnaht, und das Ammoniak trat aus“, schildert Ortler.

Sprühnebel wirkt rasch: „Das Gas ist schon in kleinen Mengen sofort wahrnehmbar, es riecht stechend. Es handelt sich aber nur um einen geringfügigen Austritt. Acht Mitarbeiter des Kühlhauses halten sich derzeit in einem sicheren Bereich auf“, sagt der Feuerwehrmann.
19 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr besprühten in Schutzanzügen die Gaswolke mit 800 Liter Wasser pro Minute, das zum Teil aus einem nahe gelegenen Bach entnommen wurde.
Der Regen am Vormittag habe die Ammoniakbekämpfung noch begünstigt, sagt Michael Haybäck, Leiter des Amtes für Öffentliche Ordnung im Magistrat Salzburg.

Der Einsatz werde noch bis in die frühen Nachmittagsstunden dauern, hieß es. Die Aufforderung an die Anrainer, die angrenzenden Gebäude geschlossen zu halten, sei eine präventive Maßnahme. Eine Evakuierung war nicht notwendig. Am Vormittag strömte das Gas noch leicht aus dem Fenster des Kühlhauses. Das Kühlsystem wurde abgeschaltet, es befand sich aber noch eine Restmenge des Gases in den Leitungen.

ORF Salzburg

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