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Deutschland: Ungarn-Katastrophe: Kommt die Donau-Feuerwehr?

Ulm (Deutschland): Angesichts der Giftschlamm-Katastrophe in Ungarn fordert der Ulmer Stadtrat Hans-Walter Roth (CDU) die Schaffung einer „Donaufeuerwehr“. Die Stadt Ulm könnte seiner Ansicht nach dabei zunächst die Regie übernehmen.

Sein Vorschlag: Entlang des Donau-Ufers werden alle Feuerwehren in einem Alarmierungssystem zusammengefasst. Jeder Anrainer hält unter seinen Freiwilligen ein kleines Kontingent vor, das im Krisenfalle bereit ist, ein paar Tage lang auch einmal einen Auslandseinsatz entlang der Donau zu übernehmen. Es sollte in der Lage sein, bei Alarmierung im Katastrophenfall kurzfristig auszurücken. Weil die Ulmer Feuerwehr technisch gut ausgestattet sei und große Erfahrungen bei schwierigen Einsätzen habe, könne Ulm eine Vorreiterrolle bei dem Projekt übernehmen.

„Die Feuerwehren in Kolontár und Devecser hatten für den Ersteinsatz nur ein paar Schaufeln“, schreibt Roth an Oberbürgermeister Ivo Gönner. „So fehlt es unseren Freunden in Ungarn in diesen Tagen an internationaler Unterstützung. In die Donau läuft noch immer unaufhörlich Gift. Die Donau-Partnerstädte schauen bislang nur zu.“ Deshalb fordert der Stadtrat: „Nicht schwätzen, handeln sollten wir. Das wäre in meinen Augen echte Donaupartnerschaft.“

Augsburger Allgemeine

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