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D: Feuerwehren am Land -> Wer löscht, wenn kein Bauer mehr da ist?

Rettenberg (Deutschland): Am besten wäre es, wenn der Alarm nur zu Zeiten ginge, die ‚arbeitgeberfreundlich‘ wären. In der Nacht also oder am Wochenende. Denn dann wären die auswärts arbeitenden Pendler zuhause, die Mannschaft wäre vollständig. Doch Brände und Unfälle richten sich nicht nach der Uhr.

Viele landwirtschaftliche Geräte der Bauern sind ausgesprochen praktisch, wenn es brennt. Der Traktor als Zugmaschine für den Spritzenwagen zum Beispiel. Oder wenn Keller leergepumpt werden müssen, oder um Schlamm und Geröll nach Murenabgängen wegzuräumen. Ohne die Bauern kommen die freiwilligen Feuerwehren auf dem Land kaum aus.

Spürbarer Strukturwandel: Die Feuerwehr-Kommandanten auf dem Land sind froh, wenn auch von Montag bis Freitag eine Kerntruppe rasch einsatzbereit ist. Die Feuerwehr im schwäbischen Rettenberg plagen noch keine Nachwuchssorgen, noch gibt es hier Landwirte, die Zeit haben für das ehrenamtliche Engagement. Aber die Allgäuer Bauern spüren den Strukturwandel, nicht alle können mehr von ihren Höfen leben und führen den Betrieb deshalb im Nebenerwerb.

Der Erhalt der kleinen Dorffeuerwehren ist beinahe überall auf dem Land ein brisantes Thema. Lohnt es sich, in jedem Dorf Einsatzgeräte vorzuhalten, die gewartet, repariert und erneuert werden müssen? Aber wer kennt sich besser aus mit den jeweiligen Gegebenheiten als die örtliche Feuerwehr? Wenn beispielsweise bei Hochwasser oder Großbränden die Nachbarfeuerwehren selbst alle Hände voll zu tun haben?

Heißes Eisen: Dörfer ohne Bauern: In Schrattenhofen im schwäbischen Ries ist es schon so weit. Der Ort stand in den Schlagzeilen als ‚Dorf ohne Bauern‘. Hier hat auch der letzte Landwirt aufgegeben. Die Dorfbewohner pendeln, um beispielsweise in Harburg oder Donauwörth zu arbeiten. Wer rückt hier aus, wenn es brennt?

Bayrischer Rundfunk

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