Deutschland: Viehtransporter in Flammen – Kühe sterben auf A8
Heimsheim (Deutschland): Großeinsatz für die Feuerwehren aus Heimsheim und Pforzheim: In der Nacht zum Donnerstag, 21. Oktober 2010, ist auf der A8 ein Viehtransporter in Brand geraten.
Mehrere Rinder starben in den Flammen. Ein schwer verletztes Tier wurde von der Polizei erschossen. Die A8 war zum Teil voll gesperrt, es gab lange Staus.
Ursache des Feuers war vermutlich ein technischer Defekt an der Zugmaschine. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten um 0.20 Uhr Flammen aus dem Motorraum eines Lkw kurz vor der Anschlussstelle Heimsheim gemeldet. Bereits wenige Minuten später, der 33-jährige Fahrer aus Wangen/Allgäu konnte seinen Lastwagen mit Anhänger noch auf den Verzögerungsstreifen lenken, brannte bereits das komplette Führerhaus.
Der Fahrer konnte den Lkw unverletzt verlassen. Es gelang ihm noch, den Anhänger mit 20 Rindern vom Zugfahrzeug abzukoppeln. Die Feuerwehr Heimsheim zog kurze Zeit später den Anhänger mit den Rindern vom brennenden Fahrzeug in Sicherheit. Alle 20 Rinder im Anhänger wurden nicht verletzt.
Im Aufbau des brennenden Zugfahrzeuges befanden sich neun Rinder. Ein schwer verletztes Rind wurde noch an der Unglückstelle von der Polizei von seinen Leiden erlöst. Zwei weitere Rinder konnten ebenfalls nicht gerettet werden und erlagen ihren schweren Verletzungen. Die restlichen sechs Tiere im Zugfahrzeug wurden nach tierärztlicher Begutachtung von einem verständigten Mitarbeiter der Wilhelma Stuttgart betäubt und anschließend ebenfalls von ihren Leiden erlöst.
Der Brand konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren aus Heimsheim und Pforzheim auf das Führerhaus begrenzt werden. Letztlich war der Brand unter Einsatz von Löschschaum um 0.50 Uhr gelöscht.
Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Stuttgart für die Lösch- und Bergungsarbeiten von 0.30 Uhr bis 2.30 Uhr voll gesperrt werden. Es bildete sich ein maximaler Stau von neun Kilometern. Auch die Gegenrichtung musste auf Grund von übergelaufenem Löschschaum zeitweise voll gesperrt werden. Der Gesamtschaden beträgt nach Auskunft der Autobahnpolizei Pforzheim etwa 60.000 Euro.
