Oö: Lkw-Unfall auf A1 -> Klebrige Zuckermasse auf der Autobahn
Steyrermühl (Oö): Nebem dem schweren Lkw-Unfall bei Sattledt war auch Steyrermühl in der gleichen Nacht Schauplatz eines schweren Lkw-Unfalls. Gegen 1.00 Uhr war ein Lastwagen am 28. Oktober 2010 am Beginn des Baustellenbereichs gegen eine Leitschiene gekracht.
Der Lkw kippte um. Seine Ladung – klebriger Zuckersirup – verteilte sich auf einer Länge von 300 Metern über die Fahrbahnen.
Drei Stunden lang eingeklemmt: Ein nachkommender Lastwagenfahrer konnte sein Fahrzeug nicht rechtzeitig anhalten und prallte gegen den Lkw. Er wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes in der Fahrerkabine eingeklemmt.

Die alarmierten Feuerwehrleute arbeiteten drei Stunden daran, denn Schwerverletzten zu befreien. Erst nach 4.00 Uhr konnte er in das Krankenhaus Gmunden eingeliefert werden.

Dort war zuvor auch der andere Lkw-Fahrer mit Verletzungen unbestimmten Grades hingebracht worden. Straßenmeistereimitarbeiter und Feuerwehrleute versuchten, die Fahrbahn vom ausgeflossenen Zuckersirup zu befreien, was Stunden dauerte.
Picturenews.at
ORF Oberösterreich
Schwerer Lkw-Unfall in Sattledt in der gleichen Nacht (Bildbericht hier auf Fireworld.at)
Bericht der Betriebsfeuerwehr Steyrermühl
Aus bisher ungeklärter Ursache kam es im Baustellenbereich der Autobahnbrückenbaustelle Steyrermühl zu einem Zusammenstoß zweier Lkw. Der Fahrer des vorausfahrenden Tankzuges – beladen mit Zuckersirup – verlor die Herrschaft über das Fahrzeug und stürzte um.

Ein nachfolgender Laster fuhr auf den umgestürzten LKW auf. Der Fahrer wurde eingeklemmt und konnte erst nach etwa zwei Stunden mittels Bergescheren und Spreitzer unter schwierigsten Bedingungen geborgen werden.

Ein Großteil des geladenen Zuckersirups lief aus dem beschädigten Tank aus und verteilte sich über eine Länge von etwa 200 m auf beiden Richtungsfahrbahnen. Die Bergung der Fahrzeuges erfolgte in den Morgenstunden durch ein Bergeunternehmen.

Es musste zeitweise die gesamte Autobahn gesperrt werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Info – 16.40 Uhr – waren die Reinigungsarbeiten in Auftrag der Asfinag noch im Gange.

