Technisch

Oö: Lkw-Absturz auf der A1 bei Sattledt -> Lenker starb am 1. Arbeitstag

Sattledt (Oö): Folgenschwerer Absturz eines Sattelschleppers in der Nacht auf den 28. Oktober 2010 auf der Westautobahn bei Sattledt (km 194,8). Ein 54-jähriger Lastwagenlenker starb dabei an seinem ersten Arbeitstag.

Dass der Unfall zwischen Sattledt und Allhaming gegen 1.30 Uhr überhaupt bemerkt worden ist, ist der Aufmerksamkeit eines Haider Autobahnpolizisten zu verdanken. Gemeinsam mit einem Kollegen war er wegen einer auf der Westautobahn liegenden Stoßstange ausgefahren – in Fahrtrichtung Salzburg, wie der Autofahrer angezeigt hatte.

Die Polizisten entdeckten aber nichts und drehten bei Sattledt wieder um. Auf der Rückfahrt fielen ihnen dann aber Fahrzeugteile auf der Straße auf. Sie stiegen aus, um sie wegzuräumen. Dabei leuchtete der Polizist mit einer Taschenlampe die Fahrbahn aus.

Dieselfleck auf der Fahrbahn führte zu Lkw
Plötzlich fiel ihm ein Dieselfleck auf – dann entdeckte er, dass neben der Westautobahn ein Lkw auf der Seite lag. Die beiden Polizisten stiegen über die Böschung hinunter zum Lkw und alarmierten sofort die Rettung. Der Notarzt konnte aber nicht mehr helfen. Der 54-jährige Lkw-Fahrer war bereits tot.

Wie lange der Lastwagen bereits unbemerkt neben der A1 lag weiß niemand. Die Auswertung des Tachos könnte diese Frage jedoch noch klären. Der Lkw musste mit einem Kran geborgen werden.

Picturenews.at
ORF Oberösterreich

Schwerer Lkw-Unfall in Steyrermühl in der gleichen Nacht (Bildbericht hier auf Fireworld.at)

BERICHT DER FREIW. FEUERWEHR SATTLEDT:
larmierung für die FF Sattledt zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der A1 Fahrtrichtung Wien zwischen Sattledt und Allhaming um 01:36 Uhr. Beim Eintreffen der Feuerwehr am Unfallort wurde ein Sattelschlepper, der völlige demoliert in der Straßenböschung unterhalb der Fahrbahn lag, vorgefunden. Der Lkw-Lenker, bei dem der anwesende Notarzt nur mehr den Tod feststellen konnte, war in der Fahrerkabine eingeklemmt.

Aufgabe für die Feuerwehr Sattledt war die Bergung des verstorbenen Lenkers. Weiters wurde unverzüglich mit dem Binden des ausgeflossenen Treibstoffes – mehrere hundert Liter Diesel – begonnen. Da durch die aufgerissenen Dieseltanks Gefahr für die Umwelt bestand, wurde ebenfalls gleich zu Beginn des Einsatzes nach Absprache mit der Polizei, der Bergekran der Feuerwehr Wels alarmiert.

Nach der Freigabe der Unfallstelle durch die Polizei wurde mit dem Fahrzeugkran der FF Sattledt die Lkw-Ladung, eine Stahlhallenkonstruktion, zur Seite gehoben. Nun konnte der Bergungskran mit den Bergungsarbeiten beginnen. Die durchaus komplizierten Bergungsarbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Nachdem die Wrackteile auf die Fahrbahn zurück gestellt waren konnte die Unfallstelle an die Behörde übergeben werden.

Diese führte unter Anleitung des Landeshydrologen gemeinsam mit einem Baggerunternehmen das Abtragen des kontaminierten Erdreichs durch. Einsatzende für die Feuerwehr Sattledt nach 6 ½ Stunden um 8 Uhr.

Freiw. Feuerwehr Sattledt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert