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Ktn: Starkregen -> Haus droht von Mure verschüttet zu werden

Kötschach Mauthen (Ktn): Der Starkregen rund um Kötschach Mauthen hat Wiesen und Felder überflutet, das Wasser rinnt bereits in die Keller. Über einem Haus hat sich eine Mure gelöst, Schlamm und Erde drücken nun auf das Gebäude.

Im oberen Gailtal haben die Feuerwehren derzeit – 1. November 2010 – jede Menge zu tun, es regnet noch immer in Strömen – mit allen negativen Begleiterscheinungen. Besonders arg hat es die Familie Jakoviciuk getroffen: Ihr Haus droht von einer Mure verschüttet zu werden. Seit 30 Jahren würden er und seine Frau hier leben, erzählte Valentin Jakoviciuk. Den Hang hinter dem Haus habe er bepflanzt, damit er nicht ins Rutschen komme. Der Aufwand war umsonst: Das Wasser hat den Boden aufgeweicht, an die 100 Kubikmeter Erde haben sich gelöst und drücken auf eine Hütte, die der Hausbesitzer an die gefährdete Hausmauer gebaut hat. Jetzt müssen er und seine Frau das Haus verlassen. Die Gefahr ist zu groß. Jakoviciuk: „Um etwa 4.00 Uhr früh gab es ein sehr lautes Geräusch. Die Feuerwehr und der Geologe des Landes waren hier, es hieß, wir müssten ausziehen. Uns wurde verboten, in dem Haus zu schlafen. Jetzt können wir nur warten: Bleibt der Hang oben oder nicht. Jetzt hoffe ich, dass es zu regnen aufhört. Wenn der Hang nachgibt, kann es sein dass es mir die Hütte zusammendrückt, dann regnet es bei mir ins Haus hinein“.

Feuerwehr deckt rutschgefährdete Hänge ab: Alle hoffen, dass der Regen bald nachlässt. Die Gail hat zwar einen hohen Wasserstand erreicht, die Gefahr eines Dammbruches besteht aber nicht. Nun werden von der Feuerwehr Sandsäcke, Planen und Pumpen sowohl aus Kirchbach als auch aus dem Katastrophenlager in Klagenfurt zusammengezogen, um Keller auszupumpen und rutschgefährdete Hänge abzudecken.

ORF Kärnten

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