Lokal

Bgld: Tagung der höheren Feuerwehrführungskräfte

Eisenstadt (Bgld): Die höheren Feuerwehrführer des Burgenlandes kamen vor wenigen Tagen im Landesfeuerwehrkommando in Eisenstadt zusammen, um die Weichenstellung für das bevorstehende Arbeitsjahr vorzunehmen.

Neben dem neuen BrandHÁZ in der Landesfeuerwehrschule, der neuen, seit Oktober in Betrieb stehenden Landessicherheitszentrale und einem zentralen Programm zur Verwaltung und Koordinierung von Materialien für den Katastrophenfall, soll es beim Europäischen Jahr der Freiwilligkeit 2011 auch im Burgenland besondere Highlights für die Bevölkerung geben.

Das Jahr 2011 soll europaweit zum Jahr der Freiwilligkeit erklärt werden. Dies hatte die Europäische Union beschlossen. Auch im Burgenland wurden bei einer Landesweiten Tagung der Höheren Feuerwehrführer nun erste konkrete Umsetzungspunkte für dieses vorgestellt. So soll etwa in der Landesfeuerwehrschule in Eisenstadt ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung abgehalten werden, bei dem die Arbeit der Feuerwehr im Vordergrund stehen soll – vor allem auch jene abseits von Einsätzen, die oft nicht gesehen wird. Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Alois Kögl brachte es bei der Tagung auf den Punkt: „Feuerwehr sind nur Alle, nicht Einzelne!“

Neues Brandausbildungszentrum
Einen ersten Eindruck vom neu errichteten Brandausbildungszentrum, dem BrandHÁZ, konnten sich die höheren Feuerwehrführer des Burgenlandes ebenfalls im Zuge dieser Tagung machen. Dieses wurde als EU Projekt für ungarische und österreichische Feuerwehren zur hochmodernen Ausbildung für den Atemschutzeinsatz errichtet und in den vergangenen Wochen fertig gestellt. Es wurden bereits erste Schulungen für die Trainer in diesem abgehalten und stufenweise soll das BrandHÁZ nun in die Feuerwehrausbildung und in die Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Burgenland integriert werden.

Erstes Resümee zur Landessicherheitszentrale
Seit 6. Oktober diesen Jahres wird neben dem Ärztenotruf und dem Notruf der Rettung 144 auch der Feuerwehrnotruf 122 in der Landessicherheitszentrale im Landhaus entgegen genommen und nicht mehr in der Feuerwehralarmzentrale. Seitens des Landesfeuerwehrkommandos zog man nun ein erstes Resümee. Zwar habe es kleinere Anlaufschwierigkeiten gegeben, doch im Großen und Ganzen sei man mit der Umstellung zufrieden gewesen, so HBM Michael Hauser, Leiter der Feuerwehralarmzentrale. Er unterstrich jedoch, dass es auch weiterhin im Landesfeuerwehrkommando die Feuerwehralarmzentrale geben werde, die als Ausfall- und Rückfallebene für die Landessicherheitszentrale fungiere und mit genau den selben Geräten ausgestattet sei, wie die Landessicherheitszentrale. Im Notfall kann der Feuerwehrnotruf wieder in die Feuerwehralarmzentrale geschaltet werden und für die Freiwilligen Feuerwehren stehen auch weiterhin Rund um die Uhr Spezialisten für Rückfragen – beispielsweise bei Einsätzen mit giftigen Stoffen – zur Verfügung.
Sowohl die Landessicherheitszentrale als auch die neue Feuerwehralarmzentrale, die in wenigen Tagen ebenfalls fertig gestellt werden soll, wurden von den Höheren Feuerwehrführern besichtigt.

Online-Verwaltungssoftware für Katastrophen-Einsätze
Noch effizienter Helfen – das können die burgenländischen Feuerwehren in überörtlichen Schadensereignissen seit wenigen Wochen. Denn um die Katastrophenlager, die in jedem Bezirk des Burgenlandes eingerichtet sind und mit speziellen Gerätschaften für Groß-Schadensereignisse bestückt sind, wie etwa Spezialpumpen, Sandsäcke, Schläuche oder Ölbindemitteln, noch besser verwalten zu können, wurde eine Online-Software geschaffen, die burgenlandweit sämtliche Gerätschaften erfasst. So ist es möglich, im Schadensfall sofort online zu überprüfen, welche Mittel im Nachbarbezirk noch vorhanden sind und eventuell zur Unterstützung angefordert werden können, erklärte der Projektleiter für dieses Tool LM Ing. Gerald Klemenschitz vom Landesfeuerwehrverband Burgenland.

LFV Burgenland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert