Deutschland: Feuerwehr übt an Garagentoren
Adenstedt (Deutschland): Wie öffnet man am besten ein Garagentor? Das durfte die Feuerwehr Adenstedt jetzt in einer Garagentor-Firma ausprobieren.
„Bei Einsätzen wurden wir immer wieder mit dem Problem konfrontiert, ein Sektionalgaragentor von außen zu öffnen“, erklärt Michael Wedler von der Adenstedter Wehr. Da diese „Einbruchsversuche“ meist sehr zeitaufwendig waren, sollte eine praktikable Lösung her. „Deswegen haben wir Kontakt zum Hörmann Werk bei Bielefeld aufgenommen.“
Vor Ort lernten die Kameraden um Ortsbrandmeister Jens Uwe Könnecker den Mechanismus der Tore kennen, deren Torblatt aus einzelnen Sektionen besteht. Dann begann der praktische Teil: „Wir mussten eine kleine Öffnung im Tor erzeugen, um von außen an die Notentriegelung zu gelangen“, erklärt Wedler. Zur Anwendung kamen dabei die Feuerwehraxt, der Winkelschleifer und eine Säbelsäge. „Das beste Ergebnis erzielten wir mit der Säbelsäge: Die Öffnung erfolgte schnell und die Schnittkante am Tor war sehr gering.“ Der einzige Nachteil: Man braucht Strom.
Als Alternative kommt die Öffnung mit Winkelschleifer und Axt infrage, so Welder: „Das war ebenfalls erfolgreich, jedoch entstand hierbei immer ein gefährlicher Grat an der Öffnung, der beim Durchgreifen zu Verletzungen führen kann.“ Für mannsgroße Öffnungen kommt ebenfalls die Säbelsäge infrage: „Das ging in kürzester Zeit“, so Wedler.
Zum Abschluss versuchten die Feuerwehrleute, das Tor mit „Manpower“ rauszureißen. „Mit einem Seil gelang es acht Kameraden, das Tor aus der Führung zu ziehen. Wenn man Seil oder Kette an einem Fahrzeug befestigt, kann man es mühelos rausreißen“, sagt Wedler, der sich im Namen der Ortswehr bei der Firma bedankt: „Für Einbrecher mögen die Sektionaltore ein schweres Hindernis darstellen, für die Ortswehr Adenstedt werden sie in Zukunft kein Problem mehr sein!“
