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D: Feuerwehrleute kämpfen eine ganze Nacht lang mit 56 Tonnen Leim

Cottbus (Deutschland): 17 Stunden lang ist die Cottbuser Feuerwehr einem defekten Kesselwagen auf den Leim gegangen. Bis zum Freitagvormittag, 25.2.2011, kämpften die Spezialisten gegen Klebstoff, der durch mehrere Lecks am alten Spreewaldbahnhof auf den Boden lief.

Feuerwehrmann Carsten Brudek war dabei. »Die Deutsche Bahn hatte die Löcher am Kesselwagen entdeckt«, sagt er. »Der Leim strömte regelrecht aus.« Das Loch stopfen? Ging nicht, weil sich im geparkten Waggon enormer Druck aufgebaut hatte. Also griffen die Feuerwehrleute zu einer anderen Strategie: Sie stellten immer wieder neue Behälter unter die Löcher, fingen die Leimlösung auf und ließen sie von einer Fachfirma in einen neuen Waggon umfüllen. Neben der Berufsfeuerwehr waren freiwillige Helfer aus Ströbitz, Sachsendorf und Madlow im Einsatz – insgesamt 39 Kameraden.

56 Tonnen Leim flossen von Donnerstag um 16.15 Uhr bis Freitag um 9.30 Uhr aus dem Waggon. Die Deutsche Bahn ließ vorsorglich für die Zeit der Arbeiten acht Gleise sperren – der Personenverkehr war allerdings nicht betroffen. Trotz des Malheurs blieben die Feuerwehrleute nicht auf den Gleisen kleben. Am Vormittag, als der defekte Waggon auch den letzten Tropfen Leim verloren hatte, konnten sie wieder in ihre Einsatzzentrale zurückkehren.

Lausitzer Rundschau

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