Oö: Drei Todesopfer bei Brand eines Wohnhauses in Traun
Traun (Oö): Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun wurde um 00:56 Uhr des 26. Dezember 2010 zu einem Brand eines Wohnhauses im Trauner Stadtteil Oedt alarmiert. Schon bei der Anfahrt…
… war ein heller Flammenschein ersichtlich. Ein Nachbar hatte zuvor einen Knall gehört und alarmierte unverzüglich die Feuerwehr. Bedingt durch mehrere bei der Landeswarnzentrale eingehenden Notrufe wurden seitens dieser sofort weitere Feuerwehren hinzugezogen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle stand ein zweigeschoßiges Wohnhaus bereits in Vollbrand, aus Fenstern und dem Dachstuhl schlugen meterhohe Flammen. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und herabstürzender Deckenteile musste ein Innenangriff abgebrochen werden. Über zwei Drehleitern und mehrere Strahlrohre im Außenangriff konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden, danach konnte mit einer geordneten Suche nach den Bewohnern unter Zuhilfenahme von Wärmebildkameras gestartet werden.
Schließlich kam die traurige Gewissheit, dass drei Personen, welche sich im Gebäude befunden haben, nur mehr leblos aufgefunden werden konnten. Das endgültige „Brand Aus“ konnte erst in den späten Vormittagsstunden gegeben werden, die Aufräumarbeiten und Unterstützungsarbeiten für die Brandursachenermittler setzten sich noch mehrere Stunden fort.
Über die Ursache des Feuers kann seitens der Feuerwehr keine Stellungnahme abgegeben werden, das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Feuerwehrmann von herabstürzenden Gebäudeteilen leicht verletzt, er konnte jedoch bereits wieder das Krankenhaus verlassen und ist wohlauf.

Hervorragend funktionierte auch das Umfeld des Einsatzes in der eisig kalten Nacht bei Temperaturen um -10° C und Schneefall. Während das Rote Kreuz die Verpflegung in einem Schnelleinsatzzelt bereitstellte, versorgten Techniker der Energie AG die umliegenden Wohnhäuser mit Strom. Erschwerend wirkten sich auch die Temperaturen auf den Einsatzablauf aus, immer wieder froren Löschleitungen oder Strahlrohre ein.
Weitere Wehren im Einsatz: BTF Feurstein, FF Rutzing, FF Hörsching, FF Nettingsdorf, BTF Nettingsdorf Papier AG
Freiw. Feuerwehr Traun
Detailstory im BRENNPUNKT, Ausgabe 1/2011
Info von Foto-Kerschi und Medien:[size]
Aus bisher noch unbekannten Gründen brach in der Nacht von 25. auf 26. Dezember 2010 in einem Einfamilienhaus in Traun, Stadtteil Ödt, Bezirk Linz-Land ein Brand aus.
Die Feuerwehren wurden am 26. Dezember 2010 um 00.58 Uhr alarmiert.

Beim Eintreffen der Feuerwehrmannschaften und der Polizei stand das Einfamilienhaus bereits in Vollbrand. Zu diesem Zeitpunkt dürften sich die Hauseigentümerin sowie deren Eltern im Haus aufgehalten haben. Die Feuerwehren konnten den Brand löschen. Personen konnten nicht gerettet werden.

Die Brandermittlungen wurden von der Brandgruppe des LKA Oö übernommen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaften Linz werden die Spezialisten der Brandverhütungsstelle zur Brandursachenforschung als Sachverständige eingesetzt. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr des Hauses werden die Ermittlungen längere Zeit in Anspruch nehmen. Über die Brandursache und der Identität der Verstorbenen berstehen derzeit noch keine Erkenntnisse.

[size=4]ORF-Bericht:
Beim Brand in einem Einfamilienhaus in Traun (Bezirk Linz-Land) sind in der Nacht drei Personen ums Leben gekommen. Die 58-jährige Hausbesitzerin und deren Eltern konnten sich nicht mehr retten.

Ein Nachbar hatte das Feuer gegen 1.00 Uhr entdeckt und Alarm geschlagen. Er hörte ein Knallen und vermutete anfangs, ein Feuerwerk werde abgeschossen. Als er nachsah, entdeckte er, dass das Haus nebenan lichterloh brannte und dessen Dachschindeln wegen der großen Hitze explosionsartig barsten.

Die enorme Hitzeentwicklung und die Einsturzgefahr ließen es jedoch erst in den Morgenstunden zu, dass die Einsatzkräfte ins Haus vordringen konnten. Dort fanden sie die Leichen der Hausbesitzerin – einer 58-jährigen Lehrerin – und deren Eltern im Alter von 82 und 85 Jahren.

Wodurch das Feuer ausgebrochen ist, steht noch nicht fest. Es wird vermutlich auch noch länger dauern, bis die Hintergründe des Brandes geklärt sind. Das Haus ist völlig ausgebrannt, Zwischendecken sind zum Teil eingebrochen. Es herrscht akute Einsturzgefahr, was die Arbeit der Brandermittler sehr erschwert. Die Erhebungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen.
Foto Kerschi
ORF Oberösterreich
Picturenews.at
Detailstory im BRENNPUNKT, Ausgabe 1/2011


