Deutschland: Kreis Düren investiert 163.000 Euro in Gerätewagen Messtechnik
Kreis Düren/Oberzier (Deutschland): Ein unbekannter Geruch in einem Gebäude, austretendes Gas, ein Feuer, bei dem toxische Stoffe verbrennen oder ein Verkehrsunfall, bei dem Chemikalien freigesetzt werden: Die Szenarien, bei denen die Bevölkerung, aber auch die Einsatzkräfte vor Ort gefährdet sein könnten, sind vielfältig.
Immer, wenn offene Fragen geklärt werden müssen, kommt der Gerätewagen Messtechnik der Feuerwehr zum Einsatz. Über zwei verfügt der Kreis Düren, seit das Land NRW in Reaktion auf das Atomunglück von Tschernobyl 1987/88 die Anschaffung der Spezialfahrzeuge finanzierte. Seitdem sind sie bei den Löschgruppen Oberzier (Nordkreis) und Stockheim (Südkreis) stationiert.
Doch die beiden Fahrzeuge sind in die Jahre gekommen. Ersatz muss her. Und weil sich das Land längst aus der Finanzierung zurückgezogen hat, greift der Kreis nun in die eigene Tasche. Das erste der beiden neuen Spezialfahrzeuge im Wert von jeweils rund 163.000 Euro hat Landrat Wolfgang Spelthahn am Dienstagabend, 28.12.2010, der Feuerwehr der Gemeinde Niederzier übergeben, das zweite Fahrzeug soll im kommenden Jahr folgen.
Der federführend von Brandamtmann Martin Thiedecke konzipierte Messwagen basiert auf einem Fiat Ducato, wurde aber komplett umgebaut und zusätzlich zu den Messinstrumenten mit modernster Kommunikations- und Dokumentationstechnik ausgestattet. So können die Feuerwehrleute im Einsatz direkt via Internet alle benötigten Informationen zu den gemessenen Chemikalien einholen. «Ein solches Fahrzeug ist kein Luxus, sondern ein Muss für sichere Feuerwehrarbeit», verwies Thiedecke auf die absolute Notwendigkeit, im Einsatz über alle möglichen Gefahren informiert zu sein.
