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Italien: Feuerwehr in Neapel will Müllberge vor Silvester wässern

Neapel (Italien): Kurz vor Silvester 2010 geht in der von einer Müllkrise geplagten süditalienischen Stadt Neapel die Angst vor brennenden Abfallbergen um. Um zu verhindern, dass Böller den Müll entflammen, will die Feuerwehr die in den Straßen lagernden Abfälle wässern.

Kurz vor Silvester geht in der von einer Müllkrise geplagten süditalienischen Stadt Neapel die Angst vor brennenden Abfallbergen um. Um zu verhindern, dass Raketen oder Böller den Müll entflammen, will die Feuerwehr die in den Straßen lagernden Abfälle wässern, wie der städtische Hygienebeauftragte Paolo Giacomelli sagte. „Noch liegen rund 1400 Tonnen Müll in den Straßen, das ist eine echte Brandgefahr.“ Am Freitag würden daher Feuerwehrleute und Forstmitarbeiter die zu etwa 200 Haufen zusammengetragenen Abfälle mit Wasser besprengen.

In der italienischen Metropole türmt sich seit September 2010 wieder der Müll. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte mehrfach versprochen, das Problem innerhalb weniger Tage zu lösen – allerdings tat sich bisher nichts. Die EU-Kommission forderte Rom unter Androhung von finanziellen Sanktionen am vergangenen Freitag auf, einen neuen Plan zu entwickeln, wie die Abfallentsorgung in Neapel geregelt werden soll.

Der Großraum Neapel leidet seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem chronischen Müllproblem. Deponien und Wiederaufbereitungsanlagen sind überlastet. Im November war die Region außerdem Schauplatz teils gewaltsamer Proteste geworden, bei denen zahlreiche Anwohner gegen die weitere Benutzung oder Vergrößerung der überfüllten Deponien mobil machten.

Donaukurier

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