Brand

T: Altes Bauernhaus durch überhitzten Kachelofen in Brand geraten

Hippach (T): Am 05. Jänner 2011, um 18.53 Uhr heulten mehrere Sirenen in Hippach und Umgebung. Ein altes, unbewohntes Bauernhaus mitten im Ortsteil von Laimach stand in Brand.

Umgehend wurde durch die ersteintreffenden Feuerwehren Laimach (Einsatzleitung), Hippach und Ramsau mit der Brandbekämpfung begonnen. Dabei waren mehrere Atemschutztrupps sowie die Drehleiter im Einsatz!

Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung durch die Rettung ins Krankenhaus gebracht.

Da der Brand am Anfang nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurden um 19.17 Uhr die Feuerwehren Zell und Schwendau nachalarmiert!

Nach ersten Informationen brach der Brand aufgrund der Überhitzung des Kachelofens im Erdgeschoss aus, welcher sich rasch auf den oberen Stock fraß. Wie jedes Jahr wurde zum „Perchtentag“ das Haus beheizt, was heuer schwere Folgen hatte!

Von unserer Seite wurde die Atemschutzsammelstelle gemacht (KLF) und ein Trupp bereitgestellt. Des Weiteren waren wir für die die Wasserversorgung und die Beleuchtung zuständig.

Gesamt waren fünf Atemschutztrupps im Haus, zwei weitere Trupps waren auf Bereitschaft! Um den Brand zu bekämpfen mussten Teile der Wand aufgeschnitten werden. Nach rund zwei Stunden konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Im Einsatz waren ca. 45 Mann der Feuerwehr, sieben Mann der Rettung und drei Mann der Polizei. Weiters waren der Abschnittskommandant, Bezirksfeuerwehrkommandant und der Bürgermeister von Hippach am Einsatzort!

Im Einsatz standen:
FF Hippach
FF Laimach
FF Ramsau
FF Schwendau
FF Zell
Rotes Kreuz
Polizei

Gesamt ca. 55 Mann/Frau!

FF Hippach

Bericht des ASB für Öffentlichkeitsarbeits Patrick Taxacher

Tradition geriet ins Feuer

Am 05. Jänner um ca. 19.00 Uhr hieß es für die Feuerwehr, Rettung sowie Polizei ab in den Einsatz. Grund für die Alarmierung war ein Gebäudebrand in der Gemeinde Hippach im Ortsteil Laimach mitten im Ortskern.

Aufgrund der im hinteren Zillertal bekannten Tradition „Pechten giah“, wo mehrerer kleinere Gruppen von Haus zu Haus gehen und um Speis und Trank bitten, heizte ein Laimacher Hofbesitzer sein leer stehendes Bauernhaus ein wo er die Traditionsgruppen empfangen würde.

Nach einiger Zeit bemerkte der Eigentümer im Haus Rauch und fing sofort mittels Gartenschlauch mit den Löscharbeiten an. Als dem Hausbesitzer dann klar wurde, dass er mit dieser Löschmethode keine Chance hat, alarmierte er die Feuerwehr.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war starke Rauchentwicklung, aus dem in Holzbauweise errichteten Gebäude, zu entnehmen. Sofort rüsteten sich mehrere Atemschutztrupps aus um so schnell wie möglich mit einem Innenangriff beginnen zu können.

Beim Erkundungsrundgang des Atemschutztrupps konnte festgestellt werden, dass sich der Brandherd in den Zwischenwänden zum Ofen und Kamin befand. Da diese Stellen schwer für Löscharbeiten zu erreichen sind mussten die Einsatzkräfte schweres Gerät auffahren. Mittels Bohrhammer und Kettensäge kämpften sich die Feuerwehrleute bis zum letzten Glutnest durch.

„Der Einsatz gestaltet sich als sehr aufwendig da wir mehrere Teile der Wand abtragen müssen um sicherzugehen, dass keine Glutnester mehr vorhanden sind“, so Einsatzleiter Andreas Kolb.

Der Eigentümer wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung von den Rettungskräften versorgt und abtransportiert. Die Schadenshöhe ist nicht bekannt. Für das Gebäude bestand im Vorfeld bereits ein Termin für den Abriss. Brandursache dürfte höchstwahrscheinlich eine Überhitzung des Ofens gewesen sein. Genaueres über die Ursache ist aber noch nicht bekannt.

Insgesamt standen um die 50 Feuerwehrleute (Feuerwehren: Laimach, Hippach, Ramsau, Schwendau und Zell) mit sieben Fahrzeugen, drei Polizisten und sieben Rettungskräfte im Einsatz. Um ca. 21.00 Uhr konnte „Brand aus“ gemeldet werden.

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