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Nö: Defekte Gastherme in Wr. Neustadt: Bruder rettet vor CO-Tod

Wiener Neustadt (Nö): Ein 17-jähriges Mädchen hat Freitagabend, 7. Jänner 2011, in Wr. Neustadt eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Sie hat offenbar nur überlebt, weil sie ihr Bruder rechtzeitig gefunden hat. Das gesamte Wohnhaus musste evakuiert werden.

Kurz nach 20.30 Uhr fand der 15-jährige Bruder seine Schwester bewusstlos im Badezimmer liegen, er verständigte die Rettung. Die Einsatzkräfte stellten bei dem Mädchen eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung fest und ließen das Haus, acht Wohnung mit 50 Bewohnern, evakuieren.

Therme im Bad dürfte defekt gewesen sein: Der Verdacht auf ein Gasgebrechen bewahrheitete sich nach einer Überprüfung nicht, hieß es bei der Polizei Wr. Neustadt. Allerdings wurden in insgesamt vier Wohnungen erhöhte Kohlenmonoxidwerte festgestellt. Laut Polizei befindet sich in dem Badezimmer des Mädchens eine Gastherme, diese dürfte defekt gewesen sein. Daher sprach die Feuerwehr vorerst ein Heizverbot für das Wohnhaus aus.

Immer wieder CO-Austritt: In den vergangenen Wochen wurden mehrere Fälle von Kohlenmonoxid-Austritt bekannt, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Im Gemeindeamt von Haslau an der Donau (Bezirk Bruck an der Leitha) erlitten am 18.12. gleich sieben Personen CO-Vergiftungen – zurückzuführen vermutlich auf Verunreinigungen und Rußungen einer Gastherme. Und Ende November wurden elf Personen, darunter acht Rettungskräfte, wurden in Gänserndorf verletzt.
Fachleute mahnten wiederholt, Gasgeräte regelmäßig warten zu lassen und wiesen auf die Gefahr von mangelnder Belüftung hin.

Sachverständige am Zug: Die Bewohner des Mehrfamilienhauses in Wr.Neustadt wurden zunächst in einem Bus vor Ort untergebracht. Einige sind wieder in ihre kalten Wohnungen zurückgekehrt, zum Teil befinden sie sich noch in Ersatz-Unterkünften bei der Feuerwehr.
Die genaue Ursache sollen nun Sachverständige klären.

ORF Niederösterreich

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