Oö: Schadenersatzforderung an Rosenbauer nach Kartell-Strafverfahren
Leonding (Oö): Erst vor wenigen Tagen hat das deutsche Kartellgericht dem Feuerwehrausrüster Rosenbauer eine Strafe von 10,5 Millionen Euro aufgebrummt. Nun überlegt die deutsche Stadt Erding eine Schadenersatzforderung an Rosenbauer.
Billiger ohne mögliche Preisabsprachen: Erding kaufte zwischen 2003 und 2009 bei der Rosenbauer-Gruppe vier neue Fahrzeuge. Für Jänner 2012 ist zusätzlich ein Staffellöschfahrzeug bestellt. Die Investition macht fast 2,1 Millionen Euro aus. Ohne mögliche Preisabsprachen wäre das wohl billiger gekommen, so Bürgermeister Max Gotz von der CSU, der nun prüfen lässt, „inwieweit die Stadt von wirtschaftlichem Schaden betroffen ist.“
Schadenersatzforderung geht ins Leere: Der Vorstand des Feuerwehrausrüsters meint dazu, dass die Stadt Erding Kunde der deutschen Tochter von Rosenbauer sei – und diese sei in das Kartellverfahren nicht involiert gewesen. Eine mögliche Schadenersatzforderung der deutschen Stadt gehe damit ins Leere.
Gelassener Blick in die Zukunft: Zwar rechnet man bei Rosenbauer damit, dass möglicherweise noch weitere Unternehmen Schadenersatzforderungen überlegen. Allerdings habe das Kartellgericht genau geprüft und keinerlei strafrechtliche Verstöße sowie Preisabsprachen festgestellt. Rosenbauer blicke der weiteren Entwicklung daher gelassen entgegen.
