Oö: Mehr Sicherheit für die Feuerwehren im Bezirk Ried

Ried im Innkreis (Oö): Kohlenstoffmonoxid – ein geruch- und farbloses giftiges Gas, das weder mit blossem Auge noch durch den Geschmackssinn oder den Geruchssinn erkennbar ist – gilt weltweit als Hauptursache für Verletzungen und Todesfälle, die durch Vergiftung ausgelöst werden.
Auch als der “stille Killer” bekannt, kann Kohlenmonoxid eine Person töten, ohne dass diese sich über ihren Vergiftungszustand bewusst ist.
1500 – 2000 Tödliche Vergiftungen jährlich
In Deutschland sterben jährlich 1500-2000 Menschen an CO-Intoxikation (für Österreich gibt es keine Daten) da die Vergiftungssymptome sehr unspezifisch sind (z.B. Kopfschmerz, Verwirrtheit, Schwindel) nimmt man an, dass 30% der Vergiftungen nicht erkannt werden.
Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung wie z.B. bei schlecht eingestellten Gasthermen oder Öfen, ist in Autoabgasen enthalten und kommt natürlich auch bei Bränden.
Besserer Schutz für Einsatzkräfte der Feuerwehr

Zum besseren Schutz der Feuerwehreinsatzkräfte bei Bränden, beschaffte das Bezirksfeuerwehrkommando Ried nun ein Gerät mit dem nichtinvasiv innerhalb weniger Sekunden eine CO Vergiftung erkannt werden kann. Das Gerät befindet sich im Atemschutzfahrzeug der FF Ried, dass bei allen größeren Bränden im Bezirk angefordert wird. Zusätzlich wird ein Arzt des Feuerwehrmedizinischen Dienstes alarmiert, der die eingesetzten Atemschutzträger überwacht. Das Gerät wird natürlich auch zur Abklärung bei Rauchgasvergiftung z.B. bei betroffenen Bewohnern eingesetzt.
Auch für Rettungsdienst und Ärzte einsatzbereit
Da es sich hierbei um das einzige, derartige Gerät im Innviertel (und das erste Gerät bei einer Freiwilligen Feuerwehr in Österreich) handelt, kann es auch von Ärzten und dem Rettungsdienst bei Verdacht auf CO-Vergiftung über die Bezirkswarnstelle Ried (Tel: 07752/83222 oder 07752/122), jederzeit kostenlos angefordert werden.
