Bayern: Flugzeug verliert Rad und muss in München notlanden
München (Bayern): Dramatische Momente am Münchner Flughafen: Dort ist am Abend des 3. März 2011 Großalarm ausgelöst worden. Eine Maschine der Austrian Airlines hatte kurz nach dem Start ein Rad verloren. Sie musste im Erdinger Moos notlanden. Auch Außenminister Westerwelle war betroffen.
Unmittelbar nach dem Start des Flugzeugs mit etwa 70 Personen an Bord hatte im Cockpit laut Polizeiangaben eine Warnleuchte geblinkt und dem Piloten signalisiert, dass es Probleme mit dem Fahrwerk gibt. Daraufhin wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei zu einer der Landebahnen beordert, die für die Notlandung der Fokker 70 vorbereitet wurde. Etwa 30 Minuten später – als alle Rettungskräfte bereits bereitstanden – landete die Maschine sicher, wie Flughafensprechen Robert Wilhelm mitteilte. Alle 56 Passagiere und die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und konnten die Maschine sicher verlassen. Mit einem Ersatzflugzeug traten sie ihren Weiterflug an. Die folgenden Maschinen mussten wegen des Sicherheitseinsatzes jedoch auf die Landung warten. Betroffen war auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP). Seine Regierungsmaschine befand sich ebenfalls im Anflug befand, durfte aber zunächst nicht landen. Er war auf dem Anflug aus der Slowakei zum Abendessen mit Kanzlerin Angela Merkel und Funktionären des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in der Münchner Residenz. Der Außenminister und sein Tross landeten mit Verspätung. Was genau war passiert? Die Austrian-Airlines-Maschine sollte nach Wien fliegen. Direkt nach dem Start fiel vom Flugzeug eines der zwei Räder des rechten Hauptfahrwerks ab – der Grund dafür ist unklar. Daraufhin flog der Pilot eine niedrige Runde am Tower vorbei, damit die Flugsicherung den Schaden von außen begutachten konnte.
Der Tower setzte ein Blaulichtaufgebot von Feuerwehr und anderen Helfern in Bewegung. Die Landebahn musste allerdings nicht gesperrt werden, weshalb sei es zu keinen großen Verspätungen gekommen sei, wie der Sprecher sagte. Dennoch mussten die Passagiere mehrerer anfliegender Maschinen Wartezeiten in Kauf nehmen.
