Oö: Wanderer stürzte über Abhang – Suchaktion bei den Traunauen
Ohlsdorf (Oö): Ein 53-jähriger Frühpensionist aus Oberweis bei Gmunden verlor am Mittwoch, 16. März 2011 beim Mittagsspaziergang entlang der Traun den Wegverlauf und wollte …
… über die rund 60 Meter hohe und extrem steile Uferböschung zurück zur darüber vorbeiführenden Bundesstraße aufsteigen.
Dabei verlor er den Halt und stürzte rund Dreiviertel der Böschung in den Taunauen ab.
Verlauf des schmalen Uferweges verloren
Um die Mittagszeit wollte der 53-jährige Frühpensionist Erwin Sch. aus Oberweis bei Gmunden von seinem Heimatort in die Bezirkshauptstadt spazieren. Dabei wählte er den Weg von Oberweis entlang der Traun in Richtung Gmunden. Nach einer dreiviertel Stunde Gehzeit verlor er aber den Verlauf des schmalen Uferweges, der im vorvorigen Jahrhundert von den Flößern und Salzschiffern als Treppelweg Verwendung hatte.
Rund 30 Meter über Böschung abgestürzt
Erwin Sch. wollte daraufhin über die extrem steile, mit Bäumen bewachsene und von Konglomeratfelsen durchzogene Uferböschung auf die darüber vorbeiführende Bundesstraße hinauf steigen. Als er mehr als zwei Drittel des Anstieges geschafft hatte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte sich mehrmals überschlagend rund 30 Meter wieder hinunter zum Traunfluss. Etwas oberhalb des seichten Flussufers blieb er schließlich bewusstlos liegen – wie lange, daran kann sich der Frühpensionist jetzt nicht mehr erinnern.
Ehefrau alarmiert
Nach dem Wiedererlangen des Bewusstseins informierte er mit dem Mobiltelefon seine Ehefrau, die sofort bei der Polizeiinspektion Gmunden Alarm schlug. Seitens der Polizei wurden die Feuerwehren Gmunden und Ohlsdorf, die Wasserrettung Laakirchen sowie die Bergrettung Gmunden zum Einsatz gerufen.
Perfekte Rettungskette
Auf Grund der relativ genauen Geländebeschreibung durch das Unfallopfer selbst war es den Rettern binnen kürzester Zeit möglich, das Unfallopfer zu finden und durch die Bergrettung mit der Gebirgstrage aus dem unwegsamen Gelände zu bergen. Der Abgestürzte zog sich bei seinen mehrmaligen Überschlägen auf der Uferböschung Abschürfungen am ganzen Körper, Prellungen sowie schwere Verletzungen am linken Knie und Unterschenkel zu.
Zur Fischerinsel getragen und von Notarzt erstversorgt
Von den Rettungskräften wurde das Unfallopfer nach seiner Erstversorgung in der Gebirgstrage rund 300 Meter entlang der Traun zur sogenannten „Fischerinsel“ getragen, wo er dem Notarztteam des Roten Kreuzes zur Einlieferung in das Landeskrankenhaus Gmunden übergeben werden konnte.
Im Einsatz standen neben der Bergrettung auch die Feuerwehren Gmunden und Ohlsdorf sowie die Wasserrettung Laakirchen und die Exekutive.
