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Deutschland: 12-Jähriger stellt Feuerteufel

Dortmund (Deutschland): Die Anwohner in Dortmund-Eving können aufatmen: Sechs Wochen lang verbreitete ein Feuerteufel Angst und Schrecken – jetzt konnte die Polizei den Serientäter festnehmen – dank eines zwölfjährigen Jungen.

Am frühen Samstagabend, 19.3.2011, gegen 19 Uhr, schrillten wieder die Alarmglocken der Feuerwehr. Ein Kinderwagen an der Straße „Zum Holzen“ stand vor einem Mehrfamilienhaus in Flammen. Der Feuerteufel, ein 24-jähriger Dortmunder, hatte erneut zugeschlagen. Doch diesmal wurde der Mann bei seiner Tat beobachtet. Ein zwölfjähriger Junge sieht wie der Brandstifter flüchtet und reagiert blitzschnell: Zunächst alarmiert der Schüler die Feuerwehr und warnt die Nachbarn. Danach nimmt der Junge die Verfolgung auf. Aus sicherer Distanz beobachtet der Schüler den Feuerleger, der sich in einem benachbarten Hauseingang versteckt. Mit seinem Handy ruft der Sechstklässler die Polizei und lotst die Einsatzkräfte zum Brandstifter. Die Beamten können den 24-Jährigen noch auf der Anfahrt zum Einsatzort überwältigen und festnehmen. „Der Junge hat genau richtig reagiert. Er hat sich vorbildlich verhalten“, lobt Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel (Foto). Der Festgenommene gesteht im Verhör, seit Februar insgesamt sieben Brände im Bereich der Bergstraße in Eving gelegt zu haben.

Der Mann wurde bereits dem Haftrichter vorgeführt und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Für die Justiz ist der 24-Jährige kein Unbekannter. „Er hat bereits eine Freiheitsstrafe wegen Brandstiftung abgesessen“, sagt Holznagel. Mit welchen Konsequenzen der Serientäter nun rechnen muss, ist derzeit noch völlig unklar – denn der mutmaßliche Täter wirkte bei seiner Vernehmung psychisch labil. „Es wird nun durch ein Gutachten geprüft, ob der Mann überhaupt schuldfähig ist“, erklärt die Oberstaatsanwältin.

Möglicherweise wird der 24-Jährige auch in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Für solche Spekulationen sei es aber noch zu früh, so Holznagel. Nur eines ist jetzt sicher: Die Anwohner in Eving können wieder ruhiger schlafen.

Ruhrnachrichten

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