Stmk: Bezirksfeuerwehrverband Feldbach präsentiert Jahresbilanz
Feldbach (Stmk): Am Freitag, dem 1. April 2011, präsentierte Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Kienreich im Beisein seines Stellvertreters Rudolf Temmel, LT Bgm. Franz Schleich,…
,,der Abgeordneten zum Nationalrat Mag. Sonja Stessl-Mühlbacher, Feldbachs Bürgermeister Kurt Deutschmann, Herrn HR Dr. Kurt Kalcher, Leiter der Abteilung 20 (Katastrophenschutz- und Landesverteidigung) vom Land Steiermark sowie den rund 200 Delegierten zum Bezirksfeuerwehrtag die Einsatzstatistik 2010 der 74 Bezirksfeuerwehren im Feldbacher Volkshaus. Von den befreundeten Einsatzorganisationen konnte Kienreich Bezirkspolizeikommandant Oberst Franz Fasching sowie den Katastrophenschutzreferenten der BH Feldbach, Herrn Stefan Kirchengast, willkommen heißen.

Für Landesfeuerwehrrat Hans Kienreich war das Jahr 2010 „für die Feuerwehren im Bezirk Feldbach ein Ereignis- und Arbeitsreiches. Die Aufgaben beschränkten sich, wie bekannt, nicht nur in der Erbringung von unmittelbaren Einsatzleistungen. Ein großer Zeitaufwand entfiel auf die Tätigkeit im Vorbeugenden Brandschutz, in der ständigen Aus- und Weiterbildung der FeuerwehrkameradInnen, in der Jugendarbeit mit den Vorbereitungen zum Landes- und Bundesbewerb oder der Erbringung von administrativen Tätigkeiten“. Für den Feldbacher Bezirksfeuerwehrkommandanten liegen „unsere Stärken in der flächendeckend und gut vernetzten Einsatzbereitschaft, in der kameradschaftlichen Einheit von Beruf und Ehrenamt, vor allem aber in unserer Kompetenz und in unserer Kontinuität. Es ist schön für mich zu beobachten, mit welcher Begeisterung hier gearbeitet wird. Was mich besonders fasziniert, ist die gelebte Kameradschaft und vor allem der Wille mehr zu tun, als getan werden muss. Das macht nicht nur das Feuerwehrwesen sondern vor allem unseren Bezirk ein wenig heller, reicher und größer“.
2010 – Die Bilanz.
Die Statistik spricht in diesem Zusammenhang eine eindeutige Sprache: im Jahr 2010 reduzierte sich die Einsatzleistung der Bezirksfeuerwehren gegenüber 2009 in absoluten Zahlen gemessen um 1.550 Einsätze, was in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Katastrophensommer 2009 steht. Kienreich: „Ergänzt man die gegenständliche Einsatzstatistik um die Bereiche Ausbildung, Bereitschaft, Übungen, Veranstaltungs- und Verwaltungstätigkeiten so berichte ich für das Jahr 2010 von insgesamt 20.811 Tätigkeiten mit einem Gesamtvolumen von 591.924 freiwillig geleisteter Einsatz- und Arbeitsstunden. Dafür danke ich euch als Bezirksfeuerwehrkommandant – auch im Namen meines Stellvertreters BR Rudolf Temmel – von ganzem Herzen und grüße euch mit einem steirischen Gut-Heil!“
Gemäß den Satzungen oblag den Delegierten der Bezirksfeuerwehren neben der Entgegennahme des Berichtes des Bezirksfeuerwehrkommandanten auch die Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2010.

Ehrungen und Auszeichnungen
Im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages wurden verdiente Feuerwehrfunktionäre ausgezeichnet und für erbrachte Leistungen geehrt.
Das Verdienstzeichen 1. Stufe (Gold) erhielten ABI d. LFV Franz Harb (FF Lichendorf) für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Feuerwehrwesen und an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark. (siehe Laudatio Franz Harb).
Ferner wurde das Verdienstzeichen 1. Stufe an HBI a.d. Walter Kohl (FF Leitersdorf) und HBI a.d. Herbert Moik (FF Merkendorf) verliehen, welche beide nach rund 20-jähriger Tätigkeit als Feuerwehrkommandant die anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe des Feuerwehrkommandanten in jüngere Hände überantwortet haben. Beide Offiziere formten aus ihren Feuerwehren schlagkräftige Einsatzorganisationen, ohne dabei auf das kameradschaftliche Miteinander zu vergessen.
Ebenso mit VZ1 „vergoldet“ wurden die aktiven Feuerwehrkommandanten HBI Alois Liebmann von der FF Mahrensdorf und HBI Helmut Lutterschmied von der FF Kapfenstein. Für seine herausragenden Leistungen als Bezirksbeauftragter für das Sanitätswesen wurde BI d.S. Gerhard Kouba mit dem Verdienstzeichen 2. Stufe (Silber) ausgezeichnet. Bezirksskassier BI d.V. August Zeitfogel wurde mit der Steirischen KAT-Medaille in Bronze ausgezeichnet, 2. Bezirksschriftführer Christian Zoller zum Oberbrandinspektor der Verwaltung befördert.

Zahlen und Fakten
Einsatzstatistik 2010
74 Feuerwehren | 284 Brandeinsätze | 58 Brandsicherheitswachen | 2.543 Technische Einsätze | 2.855 Einsatztätigkeiten | 22.448 Mannstunden bei Einsätzen | 17.926 Sonstige Tätigkeiten (Ausbildung, Übung, Verwaltung, Finanzielles und Sonstiges) mit 569.476 Stunden | 20.811 Gesamttätigkeiten | 591.924 freiwillig geleistete Einsatz- und Arbeitsstunden. Bei einem Stundensatz von 25 Euro entsprechen die freiwillig geleisteten Stunden einem Gegenwert von knapp 15 Millionen Euro.
Laudatio Harb
„Viele von uns, die an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark den Atemschutzgeräteträgerkurs absolviert haben, kennen Franz Harb und haben ihn als einen besonderen Menschen kenngelernt, dem Werte wie Kameradschaft, Aufrichtigkeit und Loyalität zum Lebensmotto wurden und sind. Franz Harb wohnt in Maiersdorf-Ost 8 in der Gemeinde St. Stefan im Rosental und hat vor etwas mehr als einem Jahr sein sechstes Lebensjahrzehnt vollendet. Dem Feuerwehrwesen im Bezirk Feldbach ist er seit knapp fünf Jahrzehnten sehr eng verbunden, trat er doch bereits am 6.1.1966 der FF Lichendorf bei. Die vielen besuche von Feuerwehrfachlehrgängen rundete er im Jahre 1977 mit der Kommandantenprüfung ab.

Seite Ende der 1970er Jahre, genauer gesagt seit 15. September 1978, ist Franz Harb als Ausbilder an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark beschäftigt und zeichnet als Leiter der Atemschutzwerkstätte verantwortlich. Wobei anzumerken ist, dass der ihm sehr gegönnte und wohlverdiente „Un-Ruhestand“ – Franz ist ja passionierte Weidmann – und Produzent von grünem Gold – in unmittelbarer Reichweite liegt. Wir alle, die wir heute anwesend sind, kennen und schätzen ihn als peniblen Menschen in Sachen Gerätewartung sowie Einsatzbereitschaft von Pressluftatmern, Masken und Atemluftkompressoren – denn schließlich geht es hier im Einsatz um die Gesundheit von Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden. Sein jahrzehntelanges Fachwissen behielt er nie für sich, er stellt es immer wieder gerne zur Verfügung, um den Atemschutz noch einen Schritt weiter nach vorne zu bringen. Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich Franz Harb als Urgestein und Institution im steirischen Feuerwehrwesen bezeichne“.
